Starker Start für Gaming-Branche – Nintendo mit Überraschung

Benedikt Kaufmann
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Nintendo: Keine Überraschungen – lohnt es sich dabeizubleiben?

Die Videospielbranche startet stark ins neue Jahr. Laut der NPD Group sind die Januarverkäufe in den USA um 59 Prozent angestiegen. Großer Gewinner: Nintendo.

Dank des Wachstums von 59 Prozent haben die US-Verkäufe laut den Marktforschern der NPD Group 1,01 Milliarden Dollar betragen. Das meistverkaufte Spiel ist Capcoms Monster Hunter: World. Das erfolgreichste Franchise des Entwicklers verkaufte sich alleine am ersten Wochenende über fünf Millionen Mal.

Überraschung: Nintendo

Das enorme Wachstum von 59 Prozent lässt sich jedoch nicht nur auf ein Spiel zurückzuführen. Vielmehr steckt ein Publisher hinter dem Großteil des Wachstums: Nintendo. Die Switch ist die meistverkaufte Konsole im Januar und auch die exklusiven Spiele fanden reißenden Absatz. Gleich drei Nintendo-Games sind in der Top 10: Super Mario Odyssey, The Legend of Zelda und Mario Kart 8. Dabei performten die Konsolenspiele nicht nur im Januar – auch über die letzten 12 Monate sind alle drei Titel unter den Top 10 zu finden.

Mit der Switch schafft Nintendo wieder den Anschluss an die Großen der Gaming-Branche. Mit über zehn Millionen verkauften Exemplaren bleibt die Switch im Vergleich zur Playstation 4 (rund 80 Millionen) zwar zurück. Verglichen mit dem Vorgänger Wii U, die über die gesamte Lebenszeit nur 14 Millionen Einheiten an den Mann brachte, könnte Nintendo mit der Switch den Sprung aus der Konsolennische schaffen. Starke Verkaufszahlen sind dafür wichtig, denn nur so erhalten andere Entwickler Anreize, eigene Titel für die Switch zu schaffen. Mehr verkaufte Einheiten – mehr Spiele – mehr Spieler – mehr verkaufte Einheiten. Nintendo hat es mit der Switch geschafft, diesen positiven Kreislauf wieder anzukurbeln.

 

Seit der rasante Kurssprung nach dem Pokemon-Hype korrigiert wurde, zeigt der Aufwärtstrend der Nintendo-Aktie keine Schwäche. Die wiedergefundene Stärke im Konsolengeschäfft bleibt 2018 der große Kurstreiber. Anleger lassen die Gewinne laufen. DER AKTIONÄR setzt das Kursziel auf 375,00 Euro. Der Stopp verbleibt bei 270,00 Euro.