Starker Mann beim FC Bayern: Salihamidzics neuer Regelkatalog

Tim Brack, Stefan Kumberger
Hasan Salihamidzic greift als Sportdirektor beim FC Bayern München durch

Hasan Salihamidzic regiert als Sportdirektor des FC Bayern München mit einer neuen Strenge.

Das gefällt auch seinen Vorgesetzten. Bereits nach zwei Wochen im Dienst hatte FCB-Präsident Uli Hoeneß den 40-Jährigen gelobt.

Seit seinem Start am 1. August habe Salihamidzic "intern mehr dazwischen gehauen als Matthias Sammer in einem Jahr", erklärte Hoeneß bei Sky.

"Das tut uns allen gut. So stellen wir uns einen Sportdirektor vor."

Was veränderte Salihamidzic bisher? SPORT1 zeigt die Regeln, die er einführte oder änderte:

- Die Kabine ist heilig

Der neue Bayern-Sportdirektor fordert Disziplin und Verantwortungsgefühl ein. Die Bayern-Profis müssen ihre Kabine selbst aufräumen. Unordnung wird im Kabinentrakt nicht mehr geduldet. 

- Kurztrips (eigentlich) verboten

Die Kurztrips an freien Tagen ins Ausland hat Salihamidzic gestrichen. Lediglich während der Länderspielpause lockerte er die Regel für Javi Martinez und Franck Ribery auf. 


- Rauchverbot im Kabinenbereich

Salihamidzic hatte Fitnesstrainer Giovanni Mauri beim Rauchen im Kabinentrakt erwischt und daraufhin die Regel aufgestellt.

"Das ist gut für die Gesundheit. Meine Frau ist froh, dass ich nicht mehr rauchen soll", sagte Trainer Carlo Ancelotti zur Entscheidung des Sportdirektors.

- Salihamidzic bestimmt Physiotherapeuten

Mit Christian Huhn als Chef-Betreuer war der Sportdirektor offensichtlich nicht zufrieden. Salihamidzic ersetzte ihn durch Helmut Erhard. Huhn ist der langjährige persönliche Betreuer von Jerome Boateng und arbeitet nebenbei für den DFB im Bereich Therapie und Massage.

- Keine Transfers ohne Salihamidzic

Salihamidzic sitzt bei den Verhandlungen mit neuen Spielern immer mit am Tisch, das stellte Bayern-Präsident Hoeneß bei der Vorstellung des 40-Jährigen klar. Er ist auch offiziell für das Scouting verantwortlich.