Starke regionale Unterschiede bei NC-Quoten in Deutschland

Im Prüfungsjahr 2016 haben knapp 492.000 Absolventen einen Hochschulabschluss an deutschen Hochschulen erworben - zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Damit setzte sich der kontinuierliche Anstieg der Absolventenzahlen seit 2001 weiter fort

Ob ein Studium durch einen Numerus Clausus (NC) zulassungsbeschränkt ist, hängt auch stark von der Region ab. Die höchsten NC-Quoten zwischen 62 und rund 75 Prozent haben aktuell die drei Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin sowie das Saarland, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Untersuchung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) ergab. Die niedrigste Quote gibt es demnach in Mecklenburg-Vorpommern mit 20 Prozent.

Den größten Anteil zulassungsbeschränkter Studiengänge im kommenden Wintersemester gibt es laut CHE in Hamburg mit 75,5 Prozent. Danach folgen das Saarland, Berlin und Bremen mit jeweils rund 62 Prozent. Bundesweit sind 42,4 Prozent aller Studiengänge mit einem NC belegt. Dies entspricht einer Steigerung um 0,9 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.

Große Unterschiede gibt es aber auch innerhalb eines Bundeslands. Während in Nordrhein-Westfalen beispielsweise in Köln rund zwei Drittel der Studiengänge zulassungsbeschränkt sind, ist es in Dortmund nur rund ein Viertel. Studienautor Cort-Denis Hachmeister erklärte dazu, außer bei den wenigen bundesweit zulassungsbeschränkten Studienfächern wie Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin, Pharmazie und Psychologie gebe es eigentlich immer auch Studiengänge ohne NC.

Die Fächergruppe mit den höchsten NC-Quoten bleiben die Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften mit gut 53 Prozent. In den Sprach- und Kulturwissenschaften können sich Studenten dagegen in rund 70 Prozent aller Studiengänge ohne Beschränkungen einschreiben.