Starke China-Daten, Dow auf Rekord - was macht der DAX?

Thomas Bergmann
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Gazprom: Ist das nicht zu viel?

Am deutschen Aktienmarkt deuten sich am Morgen leicht grüne Vorzeichen an, nachdem am Vorabend die Kurse deutlich nach unten gingen. Eine starke Earnings Season an der Wall Street und durchweg positive Vorgaben aus Asien könnten dem schwächelnden DAX aber wieder etwas auf die Beine helfen. Dazu gibt es reichlich Zahlen.

Euro belastet

Am Montagabend hatte der Euro noch einmal stark zugelegt und die Marke von 1,18 Dollar deutlich überwunden. Die Dollar-Schwäche dürfte in erster Linie mit dem Chaos zusammenhängen, das im Weißen Haus in Washington herrscht. Entsprechend negativ fiel die Reaktion bei den deutschen Blue Chips aus, die eben unter einer festen Einheitswährung leiden. Zeitweise notierte der XDAX unter 12.090 Punkten und damit unter der oft zitierten Gap-Kante von April dieses Jahres.

An der Wall Street schloss der Dow Jones trotzdem auf Rekordkurs, was mit einer gut verlaufenden Berichtssaison zu tun hat. Bei den Tech-Aktien verhinderte Schwergewicht Amazon mit einem Minus von über drei Prozent ein neues Allzeithoch (DER AKTIONÄR berichtete).

Starker PMI in China

Der vom Wirtschaftsmagazin Caixin ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für die verarbeitende Industrie lag im Juli mit 51,1 Punkten deutlich über den Erwartungen der Analysten (50,4). Im Gegensatz dazu hatten die offiziellen PMI-Daten die Schätzungen noch verfehlt. Ungeachtet dessen konnten in Asien alle Leitbörsen zulegen.

DAX im Abwärtstrend

Technisch betrachtet steht es um den DAX zurzeit nicht gut. Seit dem zweimaligen Scheitern an der Marke von 13.000 Punkten befindet sich der Index in einem Abwärtstrend. Sollte die Euro-Stärke anhalten droht ein weiteres Abgleiten - sogar unter die 12.000-Punkte-Marke. Entsprechend positiv entwickelt sich der empfohlene Turbo-Short mit der WKN DD0NJP (Kaufkurs: 8,00 Euro).