Starke Auftritte von Johansson, Portman & Co: So war der Women’s March 2018

Scarlett Johansson kritisierte in ihrer Rede ihren Kollegen James Franco. Mila Kunis (l.) war mit auf der Bühne. (Bild: Getty Images)

Etliche Stars wie Scarlett Johansson, Natalie Portman und Viola Davis gingen am Wochenende mit hunderttausenden Menschen in den USA auf die Straße. Zum ersten Jahrestag der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump demonstrierten sie für Frauenrechte und gegen Rassismus in ihrem Land.

Sie alle trotzten der Kälte: In US-Großstädten wie New York, Los Angeles, Chicago und Washington, aber auch in vielen kleineren Städten gingen Frauen, Männer und Kinder gemeinsam auf die Straße, um gegen die frauen- und fremdenfeindliche Politik unter US-Präsident Donald Trump zu protestieren. Viele Demonstranten hatten Schilder dabei und trugen eine pinke Wollmütze, den sogenannte „Pussy Hat“ – ein Erkennungszeichen der Bewegung. Auch viele Anhänger der noch jungen Anti-Belästigungs-Bewegung „Times Up“ marschierten mit.

Unter den Demonstranten waren auch viele Stars. Natalie Portman war mit 13 Jahren durch den Film „Léon – Der Profi“ (1995) berühmt geworden. Beim Woman’s March stand sie mit ihren Schauspielkolleginnen Eva Longoria und Constance Wu auf einer der Bühnen in Los Angeles und teilte vor knapp 600.000 Menschen ihre frühen Erfahrungen mit sexueller Belästigung. “Aufgeregt öffnete ich meine erste Fan-Mail, doch dann las ich darin eine  Vergewaltigungsfantasie, die mir ein Mann geschrieben hatte”, erzählte sie den Demonstranten und fuhr fort: „Mein lokaler Radiosender startete einen Countdown bis zu meinem 18. Geburtstag, dem Tag, an dem es legal werden würde, mit mir zu schlafen. Filmkritiker schrieben in Rezensionen über meine sich entwickelnden Brüste.“ Sie rief in ihrer emotionalen Rede auf, die „Time’s Up“-Bewegung zu unterstützen.

Neben Portman hielt auch Schauspielerin Viola Davis eine Rede, die sie an die schweigenden Opfer von sexueller Gewalt richtete. „Ich spreche heute nicht nur für die ‚Me Toos’. Ich gehöre zwar selbst dazu, aber wenn ich meine Hand hebe, bin ich mir auch all der Frauen bewusst, die immer noch schweigen“, sagte sie. Sie erklärte, sie spreche für alle noch anonymen Frauen, die aus finanziellen Gründen oder aufgrund von mangelndem Selbstvertrauen noch nicht den Mut besäßen, ihr Schweigen nach sexuellen Übergriffen zu brechen.

Auch Schauspielkollegin Scarlett Johansson sprach zu der Menschenmenge in Los Angeles. Kollegin Mila Kunis hielt das Mikrofon, während „Time’s Up“-Anhängerin Johansson in ihrer Rede ihren Schauspielkollegen James Franco kritisierte. Er hatte wenige Wochen zuvor bei den „Golden Globes“ einen Anstecker der „Time’s Up“-Bewegung getragen, tauchte aber unter, als fünf Frauen dem Schauspieler unangebrachtes Verhalten unterstellt hatten.

„Wie kann sich eine Person für eine Organisation einsetzen, die Opfer von sexuellem Missbrauch unterstützt, und gleichzeitig im Privaten hilflosen Menschen auflauern?”, wetterte Johansson und forderte von ihm: „Ich will meinen Anstecker zurück.“

Am 20. Januar 2018 demonstrierten Hunderttausende Menschen gegen US-Präsident Donald Trump. (Bild: Getty Images)

Politikerin Hillary Clinton meldete sich während des Women’s March auf Twitter zu Wort. „Der Frauen-Marsch 2017 war ein Leuchtfeuer der Hoffnung und des Trotzes“, schrieb Trumps Gegnerin der Präsidentschaftswahl 2017 und fügte hinzu: „Im Jahr 2018 ist es ein Beweis für die Kraft und die Widerstandsfähigkeit von Frauen überall. Zeigen wir dieses Jahr die gleiche Kraft in der Wahlkabine.“


Währenddessen schrieb US-Präsident Trump einen weitaus weniger kämpferischen Kommentar: „Wunderschönes Wetter überall in unserem großartigen Land, ein perfekter Tag zum Demonstrieren für alle Frauen“, kommentierte er die Demos im ganzen Land auf Twitter. „Geht raus und feiert den noch nie da gewesenen Erfolg und den wachsenden Reichtum der letzten zwölf Monate.“

Der Women’s March wurde am 21. Januar 2017, am ersten Tag nach Donald Trumps Amtseinführung, in Leben gerufen. Auch in diesem Jahr gingen nicht nur in den USA, sondern auch in anderen Ländern wie Australien, England, Frankreich und Deutschland Menschen in Großstädten auf die Straßen.


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