Star-Kabarettist Jochen Busse: „Meine linken Freunde waren unglaublich humorlos“

Altmeister wagt den Spagat zwischen klassischem Kabarett und Boulevard-Komödie.

Als „Kabarettist im Ruhestand“ bezeichnet sich Jochen Busse (76) seit einiger Zeit. Was natürlich nicht heißt, dass der Altmeister der gepfefferten Pointen seinen Job an den Nagel gehängt hat. Nur genießt der Star-Kabarettist („Scheibenwischer“, „7 Tage, 7 Köpfe“) sein Vergnügen an geschliffen-provokanten Wortspielen jetzt beim Boulevardtheater – zurzeit in „Der Pantoffel-Panther“ an der Komödie Winterhuder Fährhaus. Mit der MOPO sprach er über das Verschwinden des Kabaretts und klassisch linker Positionen.

MOPO: Das Publikum liebt Sie in Ihrer Paraderolle des Biedermanns. Warum haben Sie sich gerade auf den Spießer eingeschossen?

Jochen Busse: Weil ich in einer spießigen Gesellschaft aufgewachsen bin. In einer Form von Bürgerlichkeit, in der jeder versucht, seinen Wert in der Gemeinschaft über Prestigegüter und irgendwelche Zugehörigkeiten in Vereinen zu steigern. Den Anstrengungen, dem Versagen und der Lebenslüge des braven Bürgers entspringt eine Komik, die genau meine Auffassung von Komik trifft.

Ob Sie im Kabarett oder im...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo