Star-Investor Icahn fädelt Milliardendeal ein


Erfolgreicher Exit für Carl Icahn. Der Star-Investor verkauft seinen Autozulieferer Federal-Mogul aus Southfield im US-Bundesstaat Michigan an den Konkurrenten Tenneco für 5,4 Milliarden Dollar in bar und Aktien. Tenneco mit Sitz in Lake Forrest, Illinois, wird das neue Unternehmen dann in zwei separate börsennotierte Firmen aufspalten.

Eines soll sich um Antriebstechniken kümmern, das andere um das Geschäft mit Autoteilen. Sowohl Federal-Mogul als auch Tenneco haben Niederlassungen in Deutschland.

Icahn war über seine Beteiligungsgesellschaft Icahn Enterprises bereits 2008 in der Finanzkrise mit einem Mehrheitsanteil bei Federal-Mogul eingestiegen und hatte im Januar noch die verbleibenden 18 Prozent des Unternehmens dazugekauft.

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Icahn bekommt nun 800 Millionen Dollar in bar und knapp 30 Millionen Aktien von Tenneco. Die Aktie legte am Dienstag im frühen New Yorker Handel um über fünf Prozent zu und kostete 58,60 Dollar.

Der unbequeme Investor, der sich gern an Unternehmen beteiligt und sie dann zu Restrukturierungen zwingt, ist wegen seiner Rolle als Berater von US-Präsident Trump in die Kritik geraten. Er könnte politische und geschäftliche Interessen vermischt haben, vermutet der New Yorker Bundesstaatsanwalt Joon Kim und hat Ende 2017 eine Untersuchung eingeleitet. Icahn konzentriert sich mittlerweile wieder ganz aufs Investieren.