Stanley Cup: Grubauer nach Triumph überwältigt

Goalie Philipp Grubauer feiert den Gewinn des Stanley Cups mit den Capitals

Nach dem größten Triumph seiner Karriere war Eishockey-Nationaltorhüter Philipp Grubauer überwältigt. "Unbeschreiblich. Dafür gibt es keine Worte", sagte der Stanley-Cup-Gewinner nach dem entscheidenden 4:3 seiner Washington Capitals in Spiel fünf der NHL-Finalserie bei den Vegas Golden Knights: "Unglaublich, was diese Truppe hier geleistet hat, das ganze Jahr über."

Grubauer ist der vierte deutsche Eishockey-Profi nach Uwe Krupp (1996, 2002), Dennis Seidenberg (2011) und Tom Kühnhackl (2016, 2017) und der erste deutsche Torhüter, der die berühmte Trophäe der NHL errungen hat. Auch wenn der Rosenheimer in den Playoffs zumeist die Ersatzbank drückte und an Stargoalie Braden Holtby nicht vorbeikam, hatte er einen wichtigen Anteil am ersten Cupsieg den Caps seit deren Gründung im Jahr 1974.

Grubauer zeigte vor allem gegen Ende der Hauptrunde herausragende Leistungen, als sein Konkurrent Holtby schwächelte und zwischenzeitlich den Nummer-Eins-Posten an den Deutschen abgeben musste. Nachdem Washington jedoch die ersten beiden Playoff-Spiele mit Grubauer im Tor verloren hatte, eroberte sich Holtby seinen Platz zurück. "Es ist ein Traum, der in Erfüllung geht und den man schon als kleines Kind hat", sagte Grubauer über den Moment, als er den Stanley Cup in die Höhe stemmte und küsste.

Grubauer vor Abschied 

Mit dem größtmöglichen Triumph endet aber sehr wahrscheinlich Grubauers Zeit in Washington. Sein mit 1,5 Millionen Dollar (1,27 Millionen Euro) dotierter Einjahresvertrag läuft aus, und auch wenn die Capitals danach die Rechte an Grubauer behalten, sieht alles nach einem Wechsel aus. Im Moment gelten die Carolina Hurricanes und New York Islanders als mögliche neue Arbeitgeber, beide sind auf Torhütersuche.

Es wird erwartet, dass Grubauer in der kommenden Saison eine Chance als Nummer eins erhält. Zunächst aber wird der 26-Jährige den Stanley Cup im Sommer in seine Heimatstadt Rosenheim bringen.