Stahlindustrie kritisiert EU-Vorschläge für nachhaltige Investitionen

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DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die deutsche Stahlindustrie ist mit den neuen Vorschlägen der EU-Kommission für klimafreundliche und nachhaltige Investitionen nicht zufrieden. Sie gefährdeten den Umbau der Industrie hin zu einer "grünen" Stahlerzeugung, kritisierte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, am Freitag. Die Kommission hatte eine Verordnung über einen freiwilligen EU-Standard für grüne Anleihen vorgeschlagen. Investoren sollen so leichter erkennen können, ob ihre Investitionen nachhaltig sind.

"Die Stahlunternehmen haben grüne Transformationsprojekte vorbereitet und wollen sie umsetzen", betonte Kerkhoff. Dies werde jedoch aufs Spiel gesetzt, wenn die für eine klimaneutrale Stahlproduktion unverzichtbare Technologie der Direktreduktion nicht eindeutig als nachhaltig eingestuft werde. Bei der Direktreduktion soll das Schmelzen der Erze ohne Kohle durch den Einsatz von Wasserstoff erfolgen. Die Stahlindustrie fordert, dass für eine Übergangsphase auch der Einsatz von Erdgas als nachhaltig anerkannt wird, bis genügend grüner Wasserstoff zu Verfügung stehe.

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