Staffel 5: "House of Cards" ist nur noch ein Abglanz seiner selbst

Die fünfte Staffel der US-Serie ist jetzt im Internet verfügbar. Aber die Serie hat sich überholt. Und daran ist nicht Trump schuld.

Worum ging es nochmal genau? Diese Frage wird nicht wenige beschäftigen, die sich die jetzt bei Amazon Video verfügbare fünfte Staffel "House of Cards" freigeschaltet haben oder das vorhaben. Ein klares Indiz dafür ist eine im Netz seit gestern viel geteilte Übersicht der "New York Times", die – obwohl das alles auch in der frei zugänglichen Enzyklopädie Wikipedia steht – noch einmal genau darüber aufklärt, mit welchen Winkelzügen US-Präsident Frank Underwood (Kevin Spacey) und seine Frau Claire (Robin Wright) ihren Machterhalt zuletzt abgesichert haben.

Oft ist seit dem Amtsantritt des realen Präsidenten Donald Trump davon die Rede gewesen, dass die Realität diese düstere Serie, diese zynische Ode an das Böse, um Längen überholt habe. Hauptdarsteller Spacey bemerkte das selbst im Kurznachrichtendienst Twitter, und man könnte natürlich jetzt ausholen und darüber nachdenken, inwiefern all die plumpen Ausrutscher Trumps von "Grab 'em by the pussy" bis zum Wegrempeln eines Ministerpräsidenten im Drehbuch von "House of Cards" hätten auftauchen können. Aber erstens ist das schon andernorts zur Genüge geschehen. Und zweitens verfehlt es auch den wichtigsten Punkt, wenn es um die fünfte Staffel geht: Diese Serie hat sich selbst überholt, und die Realität hat eigentlich keine Schuld daran.

Leichen pflastern seinen Weg

"House of Cards", 2013 an den Start gegangen, setzte mit seiner ersten Staffel neue Maßstäbe der Fernsehunterhaltung. Dies nicht nur, weil mit Kevin Spacey und Robin Wrigh...

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