Stadt Paris geht gegen "Sugar-Daddy"-Webseite vor

Die Stadt Paris geht gegen eine sogenannte "Sugar-Daddy"-Webseite vor. Die Betreiber hatten vor Unis um mittellose Studentinnen und Studenten geworben, um sie mit wohlhabenden älteren Männern und Frauen zu verkuppeln

Die Stadt Paris geht gegen eine sogenannte "Sugar-Daddy"-Webseite vor. Die stellvertretende Bürgermeisterin Hélène Bidard kündigte am Donnerstag juristische Schritte gegen den französischen Ableger des norwegischen Dating-Portals RichMeetBeautiful (Reiche treffen Schöne) an. Die Betreiber hatten vor Pariser Universitäten um mittellose Studentinnen und Studenten geworben, um sie mit wohlhabenden älteren Männern und Frauen zu verkuppeln.

Die Polizei der französischen Hauptstadt beschlagnahmte den Werbewagen der Webseiten-Betreiber. Damit war RichMeetBeautiful in den vergangenen Tagen vor verschiedenen Unis vorgefahren. Auf dem Plakat hieß es zum Bild eines Mannes, der eine im Bett liegende junge Frau küsst: "Hey Student(inn)en! Romantisch, leidenschaftlich und kein Studentenkredit? Geht mit einem Sugar Daddy / einer Sugar Mama aus".

Dahinter verberge sich ein Aufruf zur "Prostitution", kritisierte die stellvertretende Bürgermeisterin Bidard. Der Studentenverband FAGE will die Betreiber des Portals wegen "Zuhälterei" verklagen. Auch die französische Staatssekretärin für Gleichstellung, Marlène Schiappa, prüft juristische Schritte. In Belgien gab es Ende September einen ähnlichen Aufschrei, die Behörden beschlagnahmten ebenfalls zum Start der Webseite Plakate.

Der Geschäftsführer von RichMeetBeautiful, Sigurd Vedal, sagte der "HuffPost", Prostitution sei laut den allgemeinen Geschäftsbedingungen untersagt. Auf der Webseite selbst heißt es: "Die Sugar Daddies unterstützen ihre Sugar Babies und bieten ihnen Geschenke oder Geld an. Im Gegenzug muss das Sugar Baby liebenswert und schön sein."