STADA-Übernahme: Singer setzt sich durch

Michel Doepke
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STADA-Übernahme: Singer setzt sich durch

Hedgefonds Elliott, unter der Leitung von Paul Singer hat es geschafft: Das Investorenduo Bain Capital und Cinven sind bereit, für alle ausstehenden STADA-Aktien den geforderten Preis von 74,40 Euro zu zahlen. Singers Spekulation geht damit auf. Vorbörslich legen die MDAX-Titel rund vier Prozent auf 82,50 Euro zu.

Denn nur mit dem Aktienpaket von Paul Singer (hält mittlerweile rund 15 Prozent der ausstehenden STADA-Aktien) lässt sich auf einer außerordentlichen Hauptversammlung eine sichere Mehrheit von 75 Prozent erreichen, die für einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag benötigt werden. Zu groß ist die Schar der Kleinanleger, die größtenteils nicht zur Hauptversammlung gehen.

Zur Erinnerung: Beim zweiten Übernahmeversuch hatten Bain und Cinven mit rund 64 Prozent der Anteile die Schwelle von 63 Prozent haarscharf übertroffen. In Addition mit den Singer-Aktien würde die benötigte 75-Prozent-Mehrheit deutlich übertroffen werden.

Aktie steigt weiter

Die STADA-Aktie notiert deutlich über dem Abfindungspreis von 74,40 Euro. Allein heute klettert das Papier erneut über vier Prozent. Dabei könnte es sich zum einen um Shorteindeckungen handeln. Zum anderen könnten neue Spekulanten einsteigen und auf einen Squeeze-out hoffen.