STADA-Übernahme: Bain Capital und Cinven erhöhen Angebot

Michel Doepke
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STADA-Übernahme: Hochspannung – Entscheidung steht unmittelbar bevor - Update

Das Investorenduo Bain Capital und Cinven buhlt weiter um den Generikahersteller STADA. Mit einem nachgebesserten Angebot soll in Kürze erneut ein Übernahmeversuch gestartet werden. Dazu braucht es die Zustimmung der BaFin, um die einjährige Sperrfrist nach der zuvor gescheiterten Übernahme aufzuheben.

Mit einem Preis von 66,25 Euro je STADA-Aktie und einer erneuten Senkung der Mindestannahmeschwelle auf 63 Prozent erhoffen sich die beiden Investoren, nun den Zuschlag zu erhalten. Rückendeckung gibt es vom Management des MDAX-Konzerns: Das neue Angebot sei "in wesentlichen Aspekten verbessert worden." Zudem unterstützen Vorstand und Aufsichtsrat die Aufhebung der einjährigen Sperrfrist.

Stimmt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) dem Antrag zu, kann ohne Berücksichtigung der Sperrfrist das nachgebesserte Angebot den STADA-Aktionären unterbreitet werden. Insbesondere durch das Senken der Annahmeschwelle steigen die Chancen für die beiden Investoren. Dem letzten Angebot mit einem Preis von 66 Euro je STADA-Aktie stimmten bereits 65,52 Prozent dem Deal zu – 67,5 Prozent der Stimmrechte hätten Bain Capital und Cinven benötigt.

Die STADA-Aktie nähert sich dem neuen Angebotspreis im heutigen Handel an und klettert wieder über die 65-Euro-Marke. Auf dem aktuellen Kursniveau lohnt sich ein Einstieg in die Aktie nicht mehr.