Staatsschulden sinken erstmals seit Jahren unter 2 Billionen Euro

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Die deutschen Staatsschulden sind im ersten Quartal erstmals seit Jahren unter die Marke von zwei Billionen Euro gesunken.

Die Verbindlichkeiten von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte summierten sich am 31. März auf knapp 1,99 Billionen Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Das waren 2,3 Prozent oder 47,4 Milliarden Euro weniger als ein Jahr zuvor.

Damit sanken die Schulden erstmals seit 2011 unter die Zwei-Billionen-Grenze: Vergleiche mit den Jahren davor hinken allerdings, weil bis dahin nicht alle Extrahaushalte — etwa die im Zuge der Finanzkrise entstandenen Bad Banks — in die Statistik einbezogen wurden. Die gute Konjunktur sorgt derzeit für hohe Steuer- und Beitragseinnahmen, während die niedrigen Zinsen für Entlastung auf der Ausgabenseite sorgen.

„Alle Ebenen konnten ihre Verschuldung verringern“, erklärte das Statistikamt. So drückte der Bund seine Verbindlichkeiten um 2,4 Prozent auf rund 1,25 Billionen Euro. Die Länder standen mit 598,3 Milliarden Euro in der Kreide, was einem Rückgang um 2,4 Prozent entspricht. Besonders kräftig konnten Sachsen (-21,6 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (-10,4) und Bayern (-10,0) ihre Schulden abbauen. In Hamburg (+10,6) und Schleswig-Holstein (+6,1) legten sie dagegen am deutlichsten zu, was vor allem auf die Übertragung fauler Kredite der HSH Nordbank an die neu gegründete „hsh portfoliomanagement“ zurückgeht.

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