Staatsmedien: 184 Tote bei Angriff auf Moschee auf dem Sinai

Die Angreifer attackierten ein Gotteshaus

Beim Angriff eines schwer bewaffneten Überfallkommandos auf eine Moschee auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind nach jüngsten Angaben der Staatsmedien mindestens 184 Menschen getötet worden. Die staatliche Zeitung "Al Ahram" und das Staatsfernsehen berichteten in den Stunden nach dem Angriff am Freitag von ständig steigenden Opferzahlen.

Unmittelbar nach dem Angriff hatte es von Seiten der Behörden zunächst noch geheißen, es gebe eine hohe Zahl von Verletzten. Später dann wurde deutlich, dass es sich um einen der folgenschwersten Anschläge in der Geschichte Ägyptens handelt: Die ägyptischen Staatsmedien berichteten zunächst von 54, dann von 85, 115, 155 und schließlich von 184 Todesopfern. Mindestens 125 weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete das Staatsfernsehen.

Die Angreifer attackierten ein Gotteshaus in der Nähe der Provinzhauptstadt Al-Arisch im Norden des Sinai, als sich die Gläubigen dort zum Freitagsgebet versammelt hatten. Nach Angaben der Behörden zündeten sie dabei zunächst eine Bombe und eröffneten dann das Feuer.

Auf dem Sinai kämpft ein ägyptischer Zweig der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) seit Jahren gegen die ägyptischen Sicherheitskräfte. Dabei wurden bereits hunderte Menschen getötet.