Staat zahlt mehr Meister-Bafög aus - Zahl der Empfänger nahezu gleich

Nach der Erhöhung des sogenannten Meister-Bafögs im vergangenen Sommer hat der Staat für diese Förderleistung auch mehr ausgegeben. Die Summe stieg 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 18 Millionen Euro oder rund drei Prozent auf 576 Millionen Euro

Nach der Erhöhung des sogenannten Meister-Bafögs im vergangenen Sommer hat der Staat für diese Fortbildungsförderung auch mehr ausgegeben. Die Summe stieg 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 18 Millionen Euro oder 3,2 Prozent auf 576 Millionen Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Die Zahl der Empfänger blieb mit knapp 162.000 nahezu unverändert.

Die offiziell Aufstiegs-Bafög genannte Förderung kann bekommen, wer sich zum Handwerks- oder Industriemeister, zum Techniker, Fachwirt oder zum staatliche geprüften Erzieher fortbilden lässt. Im vergangenen Jahr waren zwei Drittel der Geförderten Männer, die gefragtesten Berufe waren der Industriemeister Metall, der staatlich geprüfte Maschinenbautechniker und der staatlich geprüfte Elektro-Techniker. Bei den Frauen nutzen die meisten die Förderung für eine Fortbildung zur Erzieherin, zur Wirtschaftsfachwirtin und zur Friseurmeisterin.

Die Geförderten bekommen Darlehen und Zuschüsse beispielsweise für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren oder den Lebensunterhalt. Im vergangenen Jahr wurden 360 Millionen Euro an Darlehen und 216 Millionen Euro an Zuschüssen ausbezahlt, wie die Statistiker meldeten.

Das Meister-Bafög war zum 1. August 2106 verbessert worden. Einkommens- und Vermögensfreibeträge sowie die staatlichen Zuschüsse sind gestiegen.