Stöger blickt nach vorne: "Neue Chance wird kommen"

Peter Stöger war viereinhalb Jahre Trainer des 1. FC Köln

Der beim 1. FC Köln als Cheftrainer entlassene Peter Stöger glaubt trotzdem, sich in Deutschland einen guten Namen gemacht zu haben. "Vielleicht beruhigt das etwas", sagte der 51-Jährige im Interview mit dem Wiener Kurier, "ich glaube auch, dass wir, mein Co-Trainer Manfred Schmid und ich, wieder eine Möglichkeit kriegen werden. Das soll nicht überheblich klingen, aber eine neue Chance wird kommen."

Nach viereinhalb Jahren hatten die Geißböcke die Trennung vom österreichischen Fußballlehrer am Sonntag verkündet, nachdem die Entscheidung bereits am vergangenen Freitag getroffen worden war. Stöger war im Sommer auch schon als neuer Trainer von Borussia Dortmund gehandelt worden. Weil er aber Köln nicht verlassen wollte, hatten die Westfalen den Niederländer Peter Bosz verpflichtet.


Stöger verabschiedet sich  mit Punsch 

Stöger bleibt zunächst noch in der Domstadt. "Bis Samstag bleibe ich hier, ich werde mit meinem Trainerteam und mit Medienvertretern Punsch trinken gehen", verkündete der ehemalige Meister-Coach von Austria Wien, der auch als neuer Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft im Gespräch gewesen war. Stattdessen hatte der Österreichische Fußballbund (ÖFB) allerdings den Deutschen Franco Foda (Sturm Graz) verpflichtet.

Stöger weiter: "Am Mittwoch, wenn die Mannschaft zum Europa-League-Spiel nach Belgrad unterwegs ist, werde ich mich bei der Geschäftsstelle von allen Mitarbeitern verabschieden. Und natürlich werde ich durch Köln spazieren, in dieser Stadt habe ich mich ja immer wohl gefühlt. Die Christkindlmärkte sind auch schon offen."

Coach geht mit Entlassung locker um 

Eine Leere spüre er nicht. "Wir haben ja vor dem Spiel bei Schalke gewusst, was passieren wird. Super war, dass wir noch so ein tolles Spiel hingelegt haben mit dem 2:2. Das hat mich richtig gefreut", betonte der Fußballlehrer.

Dass die Entscheidung über seine Ablösung schon vor dem Schalke-Spiel gefallen war, bedeutete auch für Stöger eine neue Erfahrung. "Es stimmt, dass ich das noch nicht erlebt habe, zumal das hier beim 1. FC Köln die längste Zeitspanne war, in der ich als Trainer in der Verantwortung stand", betonte der Coach, "schwierig war es nur unter der Woche vor dem Spiel, weil einiges in der Schwebe war. Daher habe ich auch Klarheit und eine Entscheidung gefordert. Wir haben gesehen, dass dies an den Spielern nicht spurlos vorbeigeht, dass wir die Gruppierung verlieren. Das war die Schwierigkeit in der Phase."