Stärkere Zusammenarbeit mit Afrika im Kampf gegen Schlepper

Im Kampf gegen die Schlepperkriminalität wollen Europa und afrikanische Transit- und Herkunftsländer der Flüchtlinge stärker als bisher zusammenarbeiten. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, den Regierungschefs von Italien und Spanien sowie den Präsidenten aus dem Tschad und dem Niger unter anderem an, man werde die Hilfsaktionen des UN-Flüchtlingshilfswerkes UNHCR in Libyen stärker unterstützen. Ziel sei, dass möglichst viele Menschen, die heute zum Teil unter unwürdigsten Bedingungen von Milizen in Libyen festgehalten würden, eine humanitär akzeptable Zukunft hätten.

Auch der Ministerpräsident der international anerkannten Übergangsregierung in Libyen, Fajis al-Sarradsch, und die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hatten an dem Treffen teilgenommen.

Merkel sagte, grundsätzlich sei man zu Umsiedlung von Flüchtlingen aus Libyen nach Europa bereit. Sie unterstützte damit entsprechende französische Vorschläge. Das UNHCR müsse dabei entscheiden, wer in einer solchen Notlage sei. Welche Kriterien für diese Entscheidung gelten, blieb allerdings offen.