Stärkere Zusammenarbeit bei Terrorabwehr und Logistik

Die Europäische Union und die USA wollen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus stärker zusammenarbeiten.

Das verlautete nach einem Spitzentreffen beider Seiten in Brüssel.

EU-Außenbeauftrage Federica Mogherini hatte US-Außenminister Rex Tillerson am Rande des NATO-Außenministertreffens empfangen.

Vor der Presse sagte Tillerson, gemeinsames Ziel sei es, den radikalen islamischen Terrorimus nicht nur im Irak und in Syrien zu bekämpfen, sondern weltweit.

Ein weiteres wichtiges Thema war nach Angaben von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg eine stärkere Kooperation bei der Verlegung von Truppen und Ausrüstung.

Unser Korrespondent Andrei Beketov sagt, es sei auffällig gewesen, wie wenig Stoltenberg über die russische Bedrohung gesprochen habe.

Und das obwohl Rex Tillerson in der vergangenen Woche den Europäern versprochen hatte, sich stärker auf die Aggression Moskaus in Osteuropa zu konzentrieren.

Diese Rhetorik sei offensichtlich abgeschwächt worden – vor dem anstehenden Treffen Tillersons mit seinem russischen Kollegen Sergei Lavrov.

Dennoch war Russland ein Thema – zumindest indirekt.

Bei den Beratungen über bessere logistische Infrastruktur ging es immer darum, zu den besseren russischen Kapazitäten aufzuschließen.

Militärexperte Brooks Tigner von Jane’s Defence Weekly sagt, es sei eine enorme Herausforderung für die NATO, Material und Truppen im Ernstfall schnell über den Kontinent zu bewegen, da die Strukturen aus dem Kalten Krieg im wesentlichen abgebaut worden seien.

Das NATO-Treffen geht noch bis Mittwoch.