Städtetag bezeichnet Lohnforderung in aktueller Tarifrunde als unerfüllbar

Der Deutsche Städtetag hat die Forderungen der Gewerkschaften nach Lohnsteigerungen von sechs Prozent für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen als unerfüllbar bezeichnet. Viele Städte stünden finanziell "mit dem Rücken zu Wand", hieß es

Der Deutsche Städtetag hat die Forderungen der Gewerkschaften nach Lohnsteigerungen von sechs Prozent für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen als unerfüllbar bezeichnet. Viele Städte stünden finanziell "mit dem Rücken zu Wand", sagte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Spitzenverbands, Verena Göppert, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Freitag.

Der Wunsch sei zwar "nachvollziehbar". Auch die Beschäftigen des öffentlichen Dienstes sollten an der guten wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland teilhaben. Aber die Kassenlage der Städte lasse "eine Steigerung der Personalkosten nur in begrenztem Maße zu".

Verdi-Chef Frank Bsirske bekräftigte dagegen die Forderung der Gewerkschaften für die 2,35 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen. "Wir wollen kräftige Lohnerhöhungen durchsetzen", sagte er der "Passauer Neuen Presse" vom Freitag. Die Wirtschaft vermelde "Festtagsstimmung". Daran sollten auch Arbeitnehmer teilhaben, nicht nur Aktionäre. Im öffentlichen Dienst gebe es beim Lohn "Nachholbedarf".

Die Gewerkschaften des öffentlichen Diensts fordern für die Beschäftigten von Kommunen und Bund sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 200 Euro mehr im Monat. Darauf verständigten sich Verdi, der dbb-Beamtenbund, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie die Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Donnerstag. Die Tarifrunde beginnt am 26. Februar in Potsdam.