Städte wollen wirksamere Bremse bei Mietsteigerungen

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ERFURT (dpa-AFX) - Der Deutsche Städtetag hat von den künftigen Ampel-Koalitionären mehr Geld für den sozialen Wohnungsbau und eine wirksamere Bremse bei Mietsteigerungen verlangt. "Das gehört in den Koalitionsvertrag Wohnen wird immer teurer", sagte der Präsident des Städtetages, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), am Dienstag in Erfurt. Der Schwund bei Sozialwohnungen, auf die immer mehr Menschen mit niedrigem Einkommen angewiesen seien, müsste gestoppt werden.

Zwischen 2002 und 2020 sank die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland laut Städtetag um rund 1,5 Millionen. Um diesen Trend zu brechen, müsste die Förderung von jährlich einer Milliarde Euro deutlich erhöht werden.

Zudem plädierte der Städtetag zu Beginn seiner dreitägigen Hauptversammlung in Erfurt dafür, die Kappungsgrenze für Mietsteigerungen auf den Prüfstand zu stellen. Menschen, die noch in günstigen Wohnungen unter der ortsüblichen Vergleichsmiete lebten, könnte es derzeit passieren, dass ihre Miete innerhalb von drei Jahren um bis zu 15 Prozent steige. Diese Kappungsgrenze für Mietpreiserhöhungen müsste bei den Koalitionsverhandlungen überprüft und gesenkt werden.

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