Sprint verringert Verlust

dpa-AFX

OVERLAND PARK (dpa-AFX) - Der US-Mobilfunkanbieter Sprint hat dank seines Sparprogramms den Verlust im vergangenen Geschäftsquartal eingedämmt. Unter dem Strich stand trotz rückläufiger Umsätze ein Fehlbetrag von 48 Millionen US-Dollar, verglichen mit einem Minus von 142 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Erlöse schmolzen um 3,8 Prozent auf 7,93 Milliarden Dollar. Analysten hatten beim Umsatz mit einem höheren Wert gerechnet, während der Verlust kleiner ausfiel als die Experten erwartet hatten.

Wie T-Mobile US hielt sich auch Sprint bedeckt mit Aussagen zu möglichen Fusionsplänen. Seit Monaten machen Berichte über einen Zusammenschluss der beiden die Runde, zuletzt hatten US-Medien die Spekulationen weiter angeheizt. An den Kundenzahlen gemessen ist T-Mobile die Nummer Drei auf dem US-Mobilfunkmarkt, Sprint rangiert an vierter Stelle. Die Unternehmen hatten bereits in der Vergangenheit fusionieren wollen, was jedoch an den US-Kartellbehörden scheiterte.

Im Tagesgeschäft lief es für Sprint zuletzt wieder besser. Besonders die Zahl der Vertragskunden legte zu. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte im zweiten Geschäftsquartal um 16,3 Prozent auf 2,73 Milliarden US-Dollar und lag damit etwas über den Erwartungen von Experten. Am Ausblick für das laufende Jahr hielt das Management fest. Dieser sieht im laufenden Geschäftsjahr unter anderem zwischen 1,3 und 1,5 Milliarden Dollar geringere Kosten und ein bereinigtes Ebitda in der Bandbreite zwischen 10,8 und 11,2 Milliarden Dollar vor.