Springer-Chef kündigt weitere Sparmaßnahmen bei

BERLIN (dpa-AFX) -Der Medienkonzern Axel Springer wird sich im Zuge der künftigen Struktur seiner deutschen Marken Bild und Welt auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern trennen. Der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner sagte im Interview der Deutschen Presse-Agentur auf die Frage, ob es Entlassungen bei den beiden Marken geben werde: "Personalumschichtung auf jeden Fall. An der einen Stelle wird es weniger, an der anderen mehr. Das bedeutet auch Trennungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern." Eine Größenordnung und den Zeitpunkt nannte er nicht.

Seit September wurden die Strukturen des deutschen Mediengeschäfts vor dem Hintergrund des beschleunigten Wandels in der Branche überprüft. Die Auflagen von gedruckten Zeitungen gehen seit Jahrzehnten zurück, das Digitalgeschäft gewinnt für den Konzern auch abseits von Journalismus an Bedeutung.

Döpfner sagte: "Wir müssen sicherstellen, dass jedes Geschäft für sich genommen wirtschaftlich gesund ist und bleibt." Weltweit beschäftigt Springer nach eigenen Angaben 3400 Journalisten, davon einen immer größeren Teil in den USA. Im Konzern, der auch digitales Jobbörsen- und Immobiliengeschäft betreibt, arbeiten aktuell rund 18 000 Mitarbeiter.