Das Sprachrohr der jungen Generation: TV-Doku lädt zur Zeitreise durch die Geschichte der "Bravo"

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Die frühere Jugend-Instanz "Bravo" wird 65. Mittlerweile hat das Sprachrohr ganzer junger Generationen an Bedeutung verloren. "ZDFzeit" blickt auf die bewegende Geschichte des Teenieblattes zurück.

Am 26. August 1956 erschien die Erstausgabe der
Am 26. August 1956 erschien die Erstausgabe der

Als am 26. August 1956 die erste Ausgabe der "Bravo" auf den Markt kam, erschien sie noch mit dem Untertitel "Die Zeitschrift für Film und Fernsehen". Auf der Titelseite war unter anderem Marilyn Monroe abgebildet. Artig angezogen, wie sich das in einem damals konservativen Nachkriegsdeutschland auch so gehörte. 65 Jahre sind seit dieser Erstausgabe nun vergangenen. 

Auch Markus, der Neue-Deutsche-Welle-Star, verdankt der Jugendzeitschrift seinen Erfolg. (Bild: ZDF / Katarina Schickling)
Auch Markus, der Neue-Deutsche-Welle-Star, verdankt der Jugendzeitschrift seinen Erfolg. (Bild: ZDF / Katarina Schickling)

Die "Bravo" veränderte sich seitdem immer wieder. Bei den Eltern gefürchtet als "Revolverblatt" wurde sie zum Sprachrohr ganzer Jugendgenerationen. Sie war Auflagengigant, entwickelte Stars wie die No Angels oder Tokio Hotel, heute kämpft sie verzweifelt gegen die Konkurrenz von Instagram, Spotify, YouTube & Co.

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Mit ihrem Film "ZDFzeit: 65 Jahre 'Bravo' - Liebe, Stars und Dr. Sommer" (Mittwoch, 25.August, 00.55 Uhr, im ZDF und in der ZDFmediathek abrufbar) blickt die Autorin Katarina Schickling auf die 65-jährige Geschichte der "Bravo" zurück. Und diese Zeitreise ist höchst unterhaltsam, mithin richtig spannend, denn die Vergangenheit des Magazins ist bewegend. 

Jessica Wahls (links) und Nadja Benaissa von den No Angels waren regelmäßig auf der Titelseite der
Jessica Wahls (links) und Nadja Benaissa von den No Angels waren regelmäßig auf der Titelseite der

Beleuchtet wird unter anderem, welche Bedeutung die "Bravo" bei ihrer jungen Zielgruppe wirklich hatte. War sie wirklich so revolutionär, wie von vielen damaligen Eltern befürchtet? Ehemalige "Bravo"-Fans und Promis wie Uschi Glas, Wolfgang Niedecken (BAP), Enie van de Meiklokjes oder Jessica und Nadja von den No Angels erinnern sich an ihre Zeit als "Bravo"-Leser und "Bravo"-Stars. Eine Zeitreise durch alle Epochen der Popkultur - aus der Sicht von heute sowie auch aus der Perspektive bundesdeutscher Teenagergenerationen. Das hat was.

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In seinen stärksten Zeiten bis weit in die 1990er-Jahre knackte das Heft immer wieder spielend die Millionenmarke. Im ersten Quartal 1991 erreichte es mit 1,58 Millionen Exemplaren sogar seinen Höchststand. Doch diese glorreichen Zeiten sind vorbei. Das einstige Sprachrohr junger Menschen wurde zwischen der digitalen Konkurrenz nahezu aufgerieben. So beträgt die verkaufte Auflage der "Bravo" nur noch rund 80.000 Exemplare. Das bedeutet ein Minus von 91,5 Prozent seit 1998.

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