Sprachlernapps, Prothesen, Kühllaster: Börsenkandidaten

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(Bloomberg) -- Bei der Babbel Group AG sind die Auftragsbücher für das IPO bereits voll. Das Sprachlernunternehmen, was bis zu 316 Millionen Euro einsammeln will, hat bereits ausreichend Nachfrage von Investoren für das geplante Volumen, so Dokumente, die Bloomberg einsehen konnte. Die Aktien werden angeboten in einer Spanne von 24 bis 28 Euro.

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Die Pläne von Ottobock scheinen derweil konkreter zu werden: Der Hersteller von Prothesen hat die Bank of America sowie HSBC als Joint Bookrunners an Bord geholt für seinen für 2022 geplanten Börsengang, so mit dem Vorgang vertraute Personen. Die UBS fungiert ebenfalls als Bookrunner, so die Personen. Das Unternehmen könnte mit einem möglichen Börsenwert von 7 Milliarden Euro oder mehr eine der größten Transaktionen werden nächstes Jahr.

In Deutschland warten immer noch mehr als ein Dutzend Unternehmen auf ihr Börsendebüt, die mit mindestens einer Milliarde Euro bewertet werden könnten.

Im Folgenden eine Übersicht von Kandidaten für eine Börsennotierung in absehbarer Zeit. Berücksichtigt werden mögliche IPOs, Notierungen und Abspaltungen.

  • Volkswagen sowie die Familien Porsche und Piech denken über einen Börsengang von Porsche nach. Auch im Batteriebereich kann sich VW einen Börsengang vorstellen, bei Lamborghini allerdings nicht. Auch Argo AI, die u.a. von VW finanziert werden, könnten an die Börse gehen

  • Daimler will seine Lkw-Sparte abspalten und stellt für seine Tochter Daimler Truck eine zweistellige Umsatzrendite in Aussicht - zumindest in guten Jahren

  • Lufthansa erwägt Kreisen zufolge neben dem Verkauf eines Minderheitsanteils an ihrer Wartungssparte Lufthansa Technik alternativ auch einen Börsengang - die grundsätzliche Entscheidung, ob Teile abgegeben werden, soll bis Ende des Jahres fallen

  • BASF will DEA Wintershall dieses Jahr nun nicht mehr an die Börse bringen - die Bewertungen von Ölunternehmen spiegelten noch nicht den Wert wider, den die Eigner sich vorstellen

  • Die MeinAuto Group AG hatte ihre Börsenpläne ebenso auf Eis gelegt

  • Cheplapharm Arzneimittel kauft etablierte Medikamente am Ende ihrer Reifephase von Pharmafirmen wie Roche oder AstraZeneca

  • Darüber hinaus gibt es eine Reihe deutscher Unternehmen, die in den USA an die Börse gehen wollen, oder auf die Akquisitionsvehikel Spac setzen, unter ihnen der Flugtaxibauer Volocopter und die Reisebuchungsplattform Omio aus Berlin

  • Bei der Signa Sports United GmbH des österreichischen Immobilieninvestors Rene Benko sind diese Pläne schon sehr konkret: der Anbieter von Fahrrädern und Campingausrüstung geht an die New Yorker Börse per Fusion mit dem Yucaipa Spac zu einer Bewertung von 3,2 Milliarden Dollar

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