Sprachlern-Apps und Call-Center-Betreiber: Börsenkandidaten

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(Bloomberg) -- Die Babbel Group AG, ein Anbieter von Sprachlernsoftware, strebt bei ihrem IPO noch in 2021 einen Bruttoemissionserlös von rund 180 Millionen Euro an. Damit sollen mehr Produkte entwickelt und die internationale Expansion beschleunigt werden. 2020 war bereits ein “herausragendes Jahr” mit 147 Millionen Euro an Umsatz, da viele Leute den Lockdown zum Erlernen einer Sprache nutzten. Dennoch packten die Berliner im ersten Halbjahr nochmal 18% an Umsatz drauf.

Die Bertelsmann-Tochter Majorel Group bereitet derweil die Notierung ihrer Aktien am regulierten Markt der Euronext Amsterdam vor. Das soll per Privatplatzierung des Call-Center-Betreibers bei institutionellen Investoren noch dieses Jahr geschehen. Majorel ist derzeit ein 50-50-Joint Venture zwischen Bertelsmann und der marokkanischen Saham-Gruppe, die Hauptaktionäre bleiben wollen.

Der Schweizer Laufschuhhersteller On Holding AG, dessen Rigatoni-ähnliche Dämpfungstechnologie von Tennisstar Roger Federer beworben wird, plant, im Rahmen eines Börsengangs in New York bis zu $622 Mio einzunehmen. Die Aktien werden dort zu $18-$20 pro Stück verkauft, teilte das in Zürich ansässige Unternehmen Dienstag mit. Der Verkauf würde den Wert des Schuhherstellers auf bis zu $5,5 Milliarden erhöhen, wenn die Greenshoe-Option ausgeübt wird.

In Deutschland warten immer noch mehr als ein Dutzend Unternehmen auf ihr Börsendebüt, die mit mindestens einer Milliarde Euro bewertet werden könnten.

Im Folgenden eine Übersicht von Kandidaten für eine Börsennotierung in absehbarer Zeit. Berücksichtigt werden mögliche IPOs, Notierungen und Abspaltungen.

Volkswagen sowie die Familien Porsche und Piech denken über einen Börsengang von Porsche nach. Auch im Batteriebereich kann sich VW einen Börsengang vorstellen, bei Lamborghini allerdings nicht. Auch Argo AI, die u.a. von VW finanziert werden, könnten an die Börse gehenDaimler will seine Lkw-Sparte abspalten und stellt für seine Tochter Daimler Truck eine zweistellige Umsatzrendite in Aussicht - zumindest in guten JahrenBASF will DEA Wintershall dieses Jahr nun nicht mehr an die Börse bringen - die Bewertungen von Ölunternehmen spiegelten noch nicht den Wert wider, den die Eigner sich vorstellenDie MeinAuto Group AG hatte ihre Börsenpläne ebenso auf Eis gelegtCheplapharm Arzneimittel kauft etablierte Medikamente am Ende ihrer Reifephase von Pharmafirmen wie Roche oder AstraZenecaContinental will seine Sparte Vitesco Technologies per Spin-Off im 2. Halbjahr an die Börse bringenDarüber hinaus gibt es eine Reihe deutscher Unternehmen, die in den USA an die Börse gehen wollen, oder auf die Akquisitionsvehikel Spac setzen, unter ihnen die Flugtaxibauer Volocopter und Lilium aus München, sowie die Reisebuchungsplattform Omio aus BerlinBei der Signa Sports United GmbH des österreichischen Immobilieninvestors Rene Benko sind diese Pläne schon sehr konkret: der Anbieter von Fahrrädern und Campingausrüstung geht an die New Yorker Börse per Fusion mit dem Yucaipa Spac zu einer Bewertung von 3,2 Milliarden Dollar

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