Sportpolitik: Paris selbstbewusst und offen: "Wollen Weg für drei Gewinner"

Paris hat sich zum Auftakt der IOC-Gespräche über eine mögliche Doppelvergabe der Olympischen Sommerspiele 2024 und 2028 selbstbewusst, aber auch offen für Verhandlungen gezeigt. Bürgermeisterin Anne Hidalgo unterstrich einen Tag vor der Entscheidung die Ambitionen der Seine-Metropole.

Paris hat sich zum Auftakt der IOC-Gespräche über eine mögliche Doppelvergabe der Olympischen Sommerspiele 2024 und 2028 selbstbewusst, aber auch offen für Verhandlungen gezeigt. Bürgermeisterin Anne Hidalgo unterstrich einen Tag vor der Entscheidung die Ambitionen der Seine-Metropole.

"Wir haben lange auf diesen Moment gewartet. Wir sind hier, um zu gewinnen und wollen zeigen, dass Paris die richtige Stadt für Olympia ist", sagte Hidalgo am Rande der Exekutivsitzung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lausanne.

Zur letzten Präsentation vor den IOC-Mitgliedern wird auch Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron am Genfer See erwartet. "Wir sind glücklich, dass der Präsident da ist. Er ist ein starker Kämpfer für die Bewerbung", sagte Hidalgo. Auch Macrons Vorgänger François Hollande und Nicolas Sarkozy hätten die Pariser Bemühungen um Olympia stets unterstützt.

Paris und Los Angeles sind die einzig verbliebenen Kandidaten für die Austragung der Sommerspiele 2024. Sollte das IOC am Dienstag die Doppelvergabe beschließen, bekommt eine Stadt den Zuschlag für '24 und die andere Metropole für die Spiele vier Jahre später. Wer wann am Zug ist, darüber sollen die Kandidaten selbst beraten. Bis zur IOC-Session Mitte September in Lima/Peru soll Klarheit herrschen.

Bislang gilt Paris als Favorit für 2024, doch Hidalgo blieb vorsichtig und gab sich diplomatisch. "Wir haben hier mit Los Angeles schon Gespräche geführt. LA-Bürgermeister Eric Garcetti ist mein Freund. Wir wollen einen Weg für drei Gewinner finden", sagte die Bürgermeisterin.

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