Sportpolitik: Kreml weist Rodtschenkow-Vorwürfe gegen Putin zurück

Der Kreml hat die gegen Präsident Wladimir Putin erhobenen Vorwürfe einer Mitwisserschaft im Staatsdoping-Skandal auf das Schärfste zurückgewiesen. "Das ist eine weitere Verleumdung, die auch nicht ein Körnchen Wahrheit in sich trägt", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstagmorgen in Moskau gegenüber Journalisten.

Der Kreml hat die gegen Präsident Wladimir Putin erhobenen Vorwürfe einer Mitwisserschaft im Staatsdoping-Skandal auf das Schärfste zurückgewiesen. "Das ist eine weitere Verleumdung, die auch nicht ein Körnchen Wahrheit in sich trägt", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstagmorgen in Moskau gegenüber Journalisten.

Whistleblower Grigorij Rodtschenkow hatte in einem Telefoninterview mit der ARD-Dopingredaktion behauptet, Putin habe von den Vorgängen gewusst. "Natürlich kam es von ganz oben, vom Präsidenten", sagte der frühere Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors, der nach seinen Enthüllungen in den USA im FBI-Zeugenschutz lebt und um sein Leben bangt.

Rodtschenkow ist überzeugt, dass Putin von Witali Mutko, dem damaligen Sportminister und heutigen Vizepremier, über alle Details informiert worden ist. "Er wusste alles, weil es eine sehr einfache Kette war: Ich berichtete Nagornich (der damalige Vize-Sportminister Juri Nagornich, d. Red.), Nagornich berichtete Mutko, Mutko berichtete Putin."

Peskow nutzte vor der Presse am Dienstag noch einmal die Gelegenheit zu einem Rudnumschlag gegen Rodtschenkow. "Herr Rodtschenkow wird gesucht, es läuft eine Untersuchung gegen ihn", sagte der Kreml-Sprecher, "er ist eine abscheuliche Person, die mit dem Gesetz Probleme hat. Er kann wirklich nicht als glaubwürdige Quelle behandelt werden."

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