Sportlich, aber mit Strom! Neuheiten auf dem Genfer Autosalon

Die Atmosphäre ist elektrisch in diesem Jahr in Genf – sprichwörtlich. Heiße Flitzer mit Elektromotoren sind der ganz große Trend. euronews-Reporter Jeremy Wilks hat sich umgeschaut. Und gleich als Erstes sticht ihm Rimac Concept 2 aus Kroatien ins Auge.

Höchstgeschwindigkeit: 412 Kmh. Und das bei einer “sensationelle Beschleunigung von Null auf Hundert in 1,97 Sekunden”, wie Marketing-Expertin Marta Longin erklärt.

Der Trend zum E-Antrieb setzt sich bei Herstellern unterschiedlichster Art durch. Die britische Traditionsmarke Morgan setzt auf den Threewheeler EV 3. Außen Oldie – innen elektrisch.

Jeremy Wilks, euronews: “Traditioneller als Morgan geht es eigentlich kaum. Dennoch bauen Sie ein Elektroauto. Warum?”

Jonathan Wells, Designdirektor, Morgan Motor Company: “Das stimmt. Kein Unternehmen in der Automobilbranche kann den Elektro-Trend weltweit ignorieren. Wir müssen darüber nachdenken, was wir unserem Planeten antun. Für Morgan war es wichtig, das in Betracht zu ziehen.”

Best thing I sat in today for sheer smiles has to be the Morgan Motor Company’s EV3 electric three wheeler. Details like brass switches and bakelite knob for drive selection just felt so right, and the view down the outside of the car to the front wheel is wonderful. pic.twitter.com/FCRppM27PW— Jeremy Wilks (@WilksJeremy) 7 mars 2018

Die großen europäischen Automobilhersteller schlagen in dieselbe Kerbe. Jaguar stellt in Genf den I-PACE vor, das erste voll elektrische SUV. Eine direkte Kampfansage an den US-Konkurrenten Tesla und sein Model X.

Der E-Antrieb nimmt weniger Platz weg, das ermögliche einen großzügigen Innenraum, wie Designdirektor Ian Callum erklärt. Man habe alle Freiheit der Welt, das Design nach Belieben zu gestalten.

Jaguar I-Pace: britische Katze gibt ordentlich Strom ab 77.850 Euro #ev #elektrisch #jaguar #jag #teslafighter https://t.co/SWzo7bISb6 pic.twitter.com/J5tWlv2qRl— autophorie (@autophorie) 1 mars 2018

Jeremy Wilks, euronews: “Elektrische Autos sind eindeutig das Trendthema in diesem Jahr. Man sieht aber auch diverse nachhaltige Mobilitätskonzepte, bei denen Menschen zusammen reisen und nicht einmal steuern müssen.”

Der französische Autobauer Renault empfiehlt ein autonom fahrendes Elektrotaxi für sechs Menschen samt Gepäck. Laurens Van den Acker, Designdirektor bei Renault: “Der Renault EZ-Go ist unsere Zukunftsvision für urbane Mobilität. Ein Fahrzeug, das niemandem gehört und gemeinschaftlich genutzt wird. Es hat keinen Fahrer und kein Lenkrad und findet seinen Weg allein durch die Stadt dank einer App.”

Renault EZ-GO: Das Taxi der Zukunft ist begehbar https://t.co/kdbn3jYnEZ Renaults Mobilitätskonzept EZ-Go ist ein autonom fahrendes Elektroauto mit Ladeklappe für sechs Menschen samt Gepäck. Diese sitzen sich gegenüber, während sie lesen, arbeiten oder schlafen. (Renault, Techn…— Computer Service (@mainpcerlenbach) 7 mars 2018

Der Elektroauto-Hype kommt nicht von ungefähr. Der Diesel-Abgas-Skandal sitzt der Industrie tief in den Knochen. In deutschen Städten drohen Fahrverbote. Toyota kündigte in Genf an, künftig keine Dieselfahrzeuge mehr in Europa zu verkaufen. Peugeot hingegen will seinen Kunden weiterhin alle Möglichkeiten offen halten.

Jean-Philippe Imperato, Brand CEO, Peugeot: “Je nach Gebrauch und Rechtslage in Ihrem Land oder Ihrer Stadt werden Sie den geeigneten Antrieb auswählen können. Indem Sie beispielsweise sagen: Ich will denPeugeot 208 und zwar voll elektrisch. Oder aber: Ich bin beruflich viel unterwegs, ich brauch einen Dieselmotor. Oder: Ich lebe ihn der Stadt und fahre nur wenig Auto, ich will einen Benziner.”

Quick look around the new Peugeot 508 and Rifter concept pic.twitter.com/GioH212yd7— Jeremy Wilks (@WilksJeremy) 6 mars 2018

Autofans, die ganz einfach den Schlitten ihrer Träume suchen, werden in Genf natürlich auch bedient. Viele neue Modelle buhlen um die Gunst der Käufer. Apropos: Werden auf der Messe tatsächlich noch Autos verkauft? Wir haben bei der vor kurzem neu lancierten französischen Sportwagenmarke Alpine nachgefragt.

“Wir verkaufen in der Tat Fahrzeuge”, meint Designdirektor Antony Villain. “In Genf gibt es viele potenzielle Kunden, gerade im Bereich der Sportwagen.”

Der Genfer Autosalon ist noch bis zum 18. März geöffnet.

Inside the #Alpine A110 at the Geneva Motor Show euronews pic.twitter.com/b6okwruX8l— Jeremy Wilks (WilksJeremy) 7 mars 2018