Trotz Rot und Schrecksekunde: Flensburg gewinnt Kracher

SID
·Lesedauer: 2 Min.
Trotz Rot und Schrecksekunde: Flensburg gewinnt Kracher
Trotz Rot und Schrecksekunde: Flensburg gewinnt Kracher

Zweites Topspiel, zweiter Sieg: Acht Tage nach dem Prestigeerfolg gegen den THW Kiel setzte sich Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt auch beim SC Magdeburg durch.

Das 32:29 (18:17) beim zuvor 22 Spiele ungeschlagenen Tabellendritten könnte ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum vierten Meistertitel in der Handball-Bundesliga sein. Dabei hatten die Gäste in Magdeburg zwei frühe Rückschläge verkraften müssen.

Innerhalb einer Minute sah zuerst Jim Gottfridsson eine umstrittene Rote Karte, dann verdrehte sich Magnus Röd das Knie. Doch in dieser Phase zeigte sich, wie gefestigt die Flensburger sind. Statt zu verzagen, holten sie den Rückstand von drei Toren auf und gingen mit dem letzten Wurf der ersten Halbzeit erstmals in Führung. Bis dahin hatte Magdeburg das Geschehen lange unter Kontrolle.

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Flensburg nahm den Schwung auch in die zweite Hälfte mit und baute die Führung zwischenzeitlich auf fünf Tore aus (25:20). Röd hatte sich mittlerweile erholt, Magdeburg aber auch, zwölf Minuten vor Schluss glichen sie wieder aus. Doch Flensburg mit dem Nationalspieler Johannes Golla (acht Tore) als bestem Werfer erwies sich erneut als abgezockter. Daran änderten letztlich auch die je sieben Treffer von Magdeburgs Omar Ingi Magnusson und Christian O'Sullivan nichts.

"Das hat sehr viel Schweiß gekostet, ich bin wahnsinnig stolz, Trainer dieser Mannschaft zu sein", sagte Flensburgs Maik Machulla bei Sky. Nach den Schockmomenten in der ersten Halbzeit musste er "improvisieren und hoffen. Aber manchmal geht es nicht um Taktik und System, manchmal muss man einfach kämpfen".

Kiel (35:5 Punkte) hatte am Samstag den TVB Stuttgart 33:28 geschlagen und nach 20 von 38 Spieltagen für eine Nacht die Spitze übernommen. Nun zog Flensburg (36:4) wieder vorbei - das Titelrennen dürfte endgültig ein Zweikampf sein. Erst mit Abstand folgen die Magdeburger (34:12), die einen Vereinsrekord verpassten: 23 Spiele nacheinander ohne Niederlage gab es beim SCM noch nie.