Spielzeiteröffnung : Das bringt die neue Berliner Theatersaison

Die Schaubühne am Lehniner Platz startet mit „Zeppelin“ von Herbert Fritsch in die Theatersaison

Jetzt gilt's, der Moment der Wahrheit naht. In den nächsten Tagen und Wochen starten die Berliner Theater in die neue Saison. Vor uns liegt die spannendste Spielzeiteröffnung seit Jahren, denn es ist eine voller Umbrüche. Jetzt müssen sich die Versprechungen der letzten Monate, die Hoffnungen, aber auch die Mutmaßungen und die Befürchtungen mit der Wirklichkeit messen lassen. Wird der neue Intendant Chris Dercon der Volksbühne ein eigenes Profil verpassen können, gar mit Ensemble und Repertoire wie vertraglich gefordert oder wird sie zur Eventspielstätte mit wechselnden temporären Künstlergruppen auf der Durchreise wie Kritiker befürchten? Wird Oliver Reese als neuer Chef des Berliner Ensembles mit seinem Konzept, stark auf zeitgenössische Autoren zu setzen, und mit seinem hochkarätigen Ensemble dem Deutschen Theater das Wasser abgraben?

Wie ist das, wenn Frank Castorf jetzt am Berliner Ensemble inszeniert? Und Herbert Fritsch am Lehniner Platz? Außerdem: Brecht emigriert in den tiefen Westen, das Schlosspark Theater übernimmt die BE-Inszenierung "Die Kleinbürgerhochzeit". Und der jüngst ausgiebig in Mitte zelebrierte Lauter-letzte-Vorstellungen-Reigen ist rüber an den Kudamm gerückt: "Letzte Spielzeit vor dem Abriss" steht fett auf dem aktuellen Programmflyer der Kudamm-Bühnen.

Bild Nr. 1:
Auf intergalaktische Partnersuche geht das Maxim Gorki Theater Esra Rotthoff

Struktur der vergangenen Jahre wird umgekrempelt

Es sind mit Dercon und Reese ja nicht nur zwei neue Intendanten in die Stadt gekommen, vielmehr wird gerade die ganze gemütliche Struktur der vergangenen ...

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