Spielwarenbranche rechnet nach Rekorden nur noch mit leichtem Plus

dpa-AFX

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Nach mehreren Rekordjahren erwartet die deutsche Spielwarenbranche für 2017 nur noch ein leichtes Umsatzplus. Wenn der "Weihnachtsmann keinen Urlaub macht", rechne die Branche mit einem Zuwachs zwischen einem und zwei Prozent auf mehr als 3,1 Milliarden Euro, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels (BVS), Willy Fischel, am Dienstag in Nürnberg. 2015 und 2016 hatte es nach Zahlen des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie (DVSI) ein Plus von jeweils mehr als fünf Prozent gegeben.

In diesem Jahr gebe es allerdings Fragezeichen im Jahresendspurt der Spielwarenbranche, berichtete Fischel. Denn die Adventszeit sei diesmal eine Woche kürzer als sonst. Der 23. Dezember werde für die Branche daher womöglich das "Zünglein an der Waage sein." So hoffe der Handel dann auf einen Kundenansturm und den umsatzstärksten Tag im ganzen Jahr. Letztlich könnte der 23. Dezember sogar darüber entscheiden, ob "wir eine schwarze Zahl zum Jahresende haben oder nicht", sagte Fischel. Allein das Weihnachtsgeschäft macht rund 40 Prozent des Jahresumsatzes der Branche aus.