Spielerischer Umgang mit Buchstaben: Niehler Kinder verfassen Gedicht- und Bildband

Das Projekt sollte den Kindern einen ersten Kontakt mit dem Alphabet ermöglichen.

Zum Abschluss der Buchpräsentation und Schlusslesung waren noch mal die Eltern auf den Zuschauer-Bänken gefragt. Ein wenig im Stil der früheren Rateshow „Dingsda“ umschrieben die 20 beim Projekt beteiligten Kinder aus der Tagesstätte des Niehler Elternvereins an der Hamborner Straße 9 jeweils einen Buchstaben – ob er rund oder gezackt ist, dünn oder dick, oder wie viele Beine er hat; zur kleinen Irritation, und um es etwas kniffliger zu machen, hatten sich die Pänz auch ein paar Fantasie-Buchstaben ausgedacht, die mit an einer Wäscheleine hingen.

Und die Mütter und Väter, die im Kindergarten-Gruppenraum im Obergeschoss Platz genommen hatten, kamen hier und da schon ein wenig ins Grübeln.

Sie waren aber stolz auf das schöne Werk ihrer Sprösslinge: Beim gemeinsamen Literaturprojekt der Kita, dem Bewohnerverein des benachbarten Mehrgenerationenhauses „Ledo“ und dem Autorenclub „Aura 09“ beschäftigten sie sich seit Januar zusammen mit den Kinderbuch-Autorinnen Andrea Karimé und Simone Scharbert mit Buchstaben.

Sie lernten deren Aussehen und die Laute kennen und konnten sich zu jedem von ihnen ein lustiges oder auch spannendes Geschichtchen ausdenken.

Kinder sollten spielerisch mit den Buchstaben umgehen

Sie ließen ihrem Einfallsreichtum freien Lauf: In den Kurzgeschichten tauchen etwa eine Schlange auf, die durch den Buchstaben S dargestellt wird, oder das an ein Ei erinnernde O. „Ein Esel ist zum Eisstand gegangen und hat sich ein Eis gekauft“, schreibt die kleine Tilda in ihrer Geschichte, in der das E besonders häufig vorkommt.

Einige Kinder dichteten auch in ihren Muttersprachen Englisch, Türkisch oder Portugiesisch, dann übernahmen die Eltern die Übersetzung ins Deutsche. Entstanden ist so der Bild- und Gedichtband „Buchstabenreise“, mit den von den Autorinnen aufgezeichneten Gedichten der Pänz und der von ihnen gemalten passenden Bilder.

„Es ging uns darum, dass die Kinder spielerisch mit den Buchstaben umgehen“, erläutert Karimé. Ziel sei gewesen, dass die Jungen und Mädchen erstmals mit dem Alphabet in Kontakt kommen und ein Gefühl für Sprache bekommen.

Als Andenken an die gemeinsame Arbeit konnten sie neben einem Buch-Exemplar außerdem ein Buchstaben-T-Shirt mit nach Haus nehmen. Das Buch ist zwar nicht bestellbar, aber man kann es im Niehler Kindergarten auf vorherige Anfrage anschauen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta