Offene Gehälter? Rummenigge watscht DFB-Boss Keller ab

SPORT1

Karl-Heinz Rummenigge hat sich deutlich gegen die Forderung von DFB-Präsident Fritz Keller ausgesprochen, Spielergehälter offenzulegen. 

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"Das ist kalter Kaffee", erklärte der Vorstandschef des FC Bayern in einem Interview mit dem SPIEGEL (Montagsausgabe).


Er fügte an: "Damit würden wir doch nur eine Neiddebatte anstoßen. Es ist ja bekannt, dass die Spieler sehr viel Geld verdienen. Aber wenn wir das auf Heller und Pfennig veröffentlichen würden, dann hätten wir in den Mannschaftskabinen der Bundesliga und in der Öffentlichkeit eine schräge Diskussion. Wem täten wir damit einen Gefallen?"

Rummenigge plädierte neben der Einführung einer Gehaltsobergrenze, wie sie Christian Seifert als Vorsitzender der Deutschen Fussball Liga und UEFA-Chef Aleksander Čeferin ebenso vorsehen, vielmehr erneut für eine Neuausrichtung des Financial Fair Play.

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"Auch mit einem Strafenkatalog versehen, bei dem alle wissen, was sie erwartet, wenn sie dagegen verstoßen", so der 64-Jährige. "Die harte Strafe für Manchester City hat doch alle im Fußball sehr überrascht."

50+1 Rummenigge "mittlerweile ziemlich egal"

Was seine bekannte Position für die Abschaffung der 50+1-Regel betrifft, die verhindern soll, dass Investoren das Kommando bei den Klubs übernehmen, zeigte sich Rummenigge inzwischen desinteressiert.


"Ehrlich gesagt: Mir ist die 50+1-Regel mittlerweile ziemlich egal. Wir beim FC Bayern haben in der Satzung sogar ein 70+1 verankert", sagte der Bayern-Lenker.

Bei Einführung eines konsequenten Financial Fair Play im Lizenzierungsverfahren der Bundesliga, würde die Abschaffung von 50+1 laut Rummenigge "ohnehin kaum noch eine Rolle spielen, weil die Kapitalzufuhr von Investoren limitiert ist und somit keinen nachhaltigen Effekt mehr hat."