Spieleentwickler Ubisoft Blue Byte eröffnet Berliner Studio im Januar

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Der französische Spieleentwickler Ubisoft eröffnet im Januar ein neues Studio seines Ablegers Blue Byte in Berlin. Zunächst werden 15 Mitarbeiter in Berlin-Charlottenburg die Arbeit aufnehmen. Sie sollen als Co-Entwickler an der international erfolgreichen Spiele-Serie "Far Cry" arbeiten, sagte Istvan Tajnay, neuer Studio-Manager in Berlin, der dpa. "Das ist die stärkste Marke, die wir haben." "Far Cry" hat sogar deutsche Wurzeln, die erste Folge des Action-Games hatte 2004 die deutsche Spieleschmiede Crytek 2004 herausgebracht.

"Im ersten Jahr werden wir in Berlin zunächst ein Kernteam aufbauen", sagte Tajnay. Bis Ende 2018 sollen dann rund 50 Entwickler aus allen Bereichen zusammenkommen. "Das Niveau der Bewerbungen ist sehr hoch." Ubisoft Blue Byte hatte bereits im April auf der Gamescom in Berlin seine Pläne angekündigt und um Entwickler geworben. Laut Verband BIU hat die Branche im vergangenen Jahr 2,9 Milliarden Euro umgesetzt, allerdings stammen nur sechs Prozent des Umsatzes auch aus hierzulande entwickelten Spielen.

Ein Studio, das an einer großen Games-Marke arbeitet, gilt deshalb als großer Zugewinn. Berlin sei eine der spannendsten Städte in Europa mit einer sehr dynamischen Games-Szene, sagte Tajnay. Der neue Standort biete zudem einen exzellenten Mix aus attraktiver, zentraler Lage und guter Verkehrsanbindung.

Längerfristig wolle man auf mehrere hundert Mitarbeiter kommen, sagte Benedikt Grindel, Leiter des deutschen Ubisoft-Studios Blue Byte in Düsseldorf. Berlin solle nicht hinter dem Studio in Montreal zurückstehen. Mit über 3000 Mitarbeitern zählt Ubisofts Studio dort zu den größten weltweit.

Die von Ubisoft vor über 15 Jahren übernommene Spielefirma Blue Byte ist vor allem für Spiele wie "Die Siedler" oder "Anno" bekannt. In Deutschland ist Ubisoft in Düsseldorf beheimatet und hat inzwischen eine Zweigstelle in Mainz. Auch in Bordeaux, Saguenay (Kanada) sowie in Stockholm sollen weitere Studios entstehen.