Spielberg vor Comeback: So plant DTM Kalender 2021

Sven Haidinger
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Die DTM möchte beim Saisonfinale in Hockenheim kommendes Wochenende ihren Kalender für die Saison 2021 vorstellen. Gerade bei den am GT-Pro-Format interessierten Teams wird diese Präsentation mit großer Spannung erwartet, da sich die Zusammenstellung des Programms und die Anzahl der Veranstaltungen auf die Kosten auswirken wird.

Doch wie wird der neue DTM-Kalender aussehen? Laut Informationen von 'Motorsport.com' plant DTM-Boss Gerhard Berger ein Comeback in Spielberg. Noch ist die Österreich-Rückkehr nicht zu 100 Prozent vertraglich fixiert, aber sowohl der Red-Bull-Ring als auch die DTM-Dachorganisation ITR wollen die Traditionsserie nach zwei Jahren Pause nach Österreich zurückbringen.

Auch der Salzburgring durfte sich wegen des Endes für dei Class-1-Boliden wieder Chancen ausrechnen, da die GT3-Autos langsamer sind und das Sicherheitsrisiko somit geringer gewesen wäre. Dennoch stellt Salzburgring-Chef Ernst Penninger auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' klar: "Ein Rennen wäre mit den GT3-Autos zwar machbarer, aber immer noch grenzwertig gewesen."

St. Petersburg als Saisonauftakt?

Abgesehen vom Österreich-Comeback ist der geplante Kalender eine Mischung aus dem ursprünglichen Programm für 2020 und der wegen der Coronavirus-Krise adaptierten Variante, die dann tatsächlich umgesetzt wurde. Da der weitere Verlauf der Pandemie unberechenbar ist, sind Anpassungen nach der Bekanntgabe alles andere als auszuschließen.

Nach der Absage des Russland-Comebacks auf dem Igora-Drive-Kurs, das für Ende Mai geplant war, will die DTM 2021 ein weiteres Mal ihr Glück in St. Petersburg versuchen. Laut Informationen von 'Motorsport.com' besitzt die ITR einen gültigen und äußerst rentablen Vertrag inklusive einer Option für 2022 mit den Betreibern der neuen Strecke, die sogar als heißer Kandidat für den Saisonstart gehandelt wird. Das Geld aus Russland ist nach dem Herstellerausstieg durch Audi und BMW von besonderer Bedeutung.

Auch der Hochgeschwindigkeits-Kurs in Monza darf sich - nachdem man bereits im ursprünglichen Kalender für 2020 aufgetaucht war - gute Chancen ausrechnen, im Programm für 2021 vertreten zu sein. Zudem möchte man erneut in Belgien fahren, wobei noch nicht ganz klar ist, ob Spa-Francorchamps oder Zolder den Zuschlag bekommt. Der Ardennen-Kurs wartet mit spektakulären Kurven wie Eau Rouge oder Blanchimont auf, ist aber auch teurer als der DTM-Klassiker Zolder.

Hockenheim soll Saisonfinale bleiben

Assen gilt auch dank der großen Bemühungen von Promoter Lee van Dam als gesetzt, womit man auf fünf Auslandsrennen kommen würde. Die andere Hälfte des Kalenders soll in Deutschland ausgetragen werden. Der Termin für das Norisring-Rennen, das dieses Jahr wegen der Coronavirus-Krise ausgefallen ist, steht mit dem 2. bis 4. Juli bereits fest, wodurch man voraussichtlich das dritte Rennwochenende stellen würde.

Zudem soll traditionell auf dem Nürburgring und auf dem Lausitzring gefahren werden, während der Hockenheimring - wie vertraglich zugesichert - als Saisonfinale vorgesehen ist. Auf einer der Strecken in Deutschland soll außerdem zweimal gefahren werden. Die Idee, 2021 auch auf dem Sachsenring zu fahren, musste hingegen wieder verworfen werden.

Das liegt auch daran, dass die Strecke wegen der Lärmschutz-Bestimmungen kaum Spielraum für zusätzliche Veranstaltungen hat - und der ADAC Sachsen als Verantwortlicher für das Motorsport-Programm entscheidet, welche Rennen an den zehn "Lärmtagen" ausgetragen werden.

Jeweils drei Tage sind für die eigenen Veranstaltungen GT-Masters und Sachsenring-Classic bereits vergeben. Auch das MotoGP-Wochenende beansprucht drei Tage. Daher bleibt nur noch ein "Lärmtag" übrig, der bestenfalls für einen Test genutzt werden könnte.

Mit Bildmaterial von LAT.