Speziallogistik, Callcenter, E-Antriebe: Börsenkandidaten

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(Bloomberg) -- Der Börsengang von Trans-o-flex kommt nun nicht mehr, wie Reuters berichtet hatte, im September, aber er kommt: Nun will der Speziallogistiker im vierten Quartal Aktien verkaufen. Neben Pharmazeutika, die gekühlt werden müssen, fokussiert sich der Spediteur auf den Transport hochwertiger Güter.

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Durch neu ausgegebene Aktien soll ein Bruttoerlös von mindestens 130 Millionen Euro erzielt werden. Altaktionäre geben ebenfalls Stücke ab, um einen relevanten Streubesitz sicherzustellen. Im vergangenen Jahr machte das Unternehmen, welches dieses Jahr seinen 50. Geburtstag feiert, eine gute halbe Milliarde Euro Umsatz.

Am Donnerstag wurden erstmals Aktien der Vitesco Technologies Group AG gehandelt. Am ersten Handelstag war das Papier volatil und handelte zwischen gut 57 Euro und knapp 67 Euro. Der Börsenwert liegt aktuell bei rund 2,5 Milliarden Euro.

Der Callcenterbetreiber Majorel, der zur Hälfte zu Bertelsmann gehört, bereitet derweil eine Privatplatzierung vor, bevor das Unternehmen dann am 24. September an die Euronext Amsterdam geht. Dabei sollen 780 Millionen Euro eingesammelt werden. Der Börsenwert des Unternehmens könnte bei knapp 4 Milliarden Euro liegen.

In Deutschland warten immer noch mehr als ein Dutzend Unternehmen auf ihr Börsendebüt, die mit mindestens einer Milliarde Euro bewertet werden könnten.

Im Folgenden eine Übersicht von Kandidaten für eine Börsennotierung in absehbarer Zeit. Berücksichtigt werden mögliche IPOs, Notierungen und Abspaltungen.

  • Volkswagen sowie die Familien Porsche und Piech denken über einen Börsengang von Porsche nach. Auch im Batteriebereich kann sich VW einen Börsengang vorstellen, bei Lamborghini allerdings nicht. Auch Argo AI, die u.a. von VW finanziert werden, könnten an die Börse gehen

  • Daimler will seine Lkw-Sparte abspalten und stellt für seine Tochter Daimler Truck eine zweistellige Umsatzrendite in Aussicht - zumindest in guten Jahren

  • Lufthansa erwägt Kreisen zufolge neben dem Verkauf eines Minderheitsanteils an ihrer Wartungssparte Lufthansa Technik alternativ auch einen Börsengang - die grundsätzliche Entscheidung, ob Teile abgegeben werden, soll bis Ende des Jahres fallen

  • BASF will DEA Wintershall dieses Jahr nun nicht mehr an die Börse bringen - die Bewertungen von Ölunternehmen spiegelten noch nicht den Wert wider, den die Eigner sich vorstellen

  • Die MeinAuto Group AG hatte ihre Börsenpläne ebenso auf Eis gelegt

  • Cheplapharm Arzneimittel kauft etablierte Medikamente am Ende ihrer Reifephase von Pharmafirmen wie Roche oder AstraZeneca

  • Darüber hinaus gibt es eine Reihe deutscher Unternehmen, die in den USA an die Börse gehen wollen, oder auf die Akquisitionsvehikel Spac setzen, unter ihnen der Flugtaxibauer Volocopter und die Reisebuchungsplattform Omio aus Berlin

  • Bei der Signa Sports United GmbH des österreichischen Immobilieninvestors Rene Benko sind diese Pläne schon sehr konkret: der Anbieter von Fahrrädern und Campingausrüstung geht an die New Yorker Börse per Fusion mit dem Yucaipa Spac zu einer Bewertung von 3,2 Milliarden Dollar

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