Nach Sperrung: Gebäudetechniker wollen Berufskolleg in Nippes retten

Ein Teil der Barbara-von-Sell-Schule wurde gesperrt. Es gibt noch keine Entwarnung.

Knapp eine Woche nach der Sperrung eines Erweiterungsbaus des Barbara-von-Sell-Berufskollegs am Niehler Kirchweg 118 wegen mangelnder Standsicherheit zeichnet sich noch keine Entwarnung ab.

Momentan sind alle Beteiligten dabei, nach Ausweichmöglichkeiten zu suchen – und zu erörtern, ob das Gebäude gerettet werden kann.

„Techniker prüfen die Schäden intensiv und können voraussichtlich in ein oder zwei Wochen etwas Genaueres sagen“, so Sabine Volmer von der städtischen Gebäudewirtschaft. Man versuche, das Gebäude zu retten.

Der Unterricht für die Berufsschüler aus der Gesundheitsbranche sowie der Handels- und Höheren Handelsschüler, die im Vollzeitunterricht ans Kolleg kommen, sei aber bis zu den nahenden Sommerferien durch Provisorien in den übrigen Schulgebäuden gesichert, wie auch Schulleiterin Renate Hartenstein betonte. „Im Moment wissen wir ansonsten auch nicht viel.“

Probleme mit Wassereintritt

Bei dem gesperrten Gebäude handelt es sich um das sogenannte „Parkgebäude A“ der Schule, das auf einem Platz im Toni-Steingass-Park liegt, nahe der Niehler Straße. Auf dem Areal stehen auch eine ballonförmige Tragluft-Sporthalle und die Mensa der ebenfalls benachbarten Edith-Stein-Realschule, die aber von der Sperrung nicht betroffen sind.

Im Gebäude mit 19 Klassenräumen sowie Lehrerzimmer, Verwaltungsraum, Schulküche und weiteren Nebenräumen hatte ein Ingenieurbüro am vergangenen Mittwoch erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt: Die komplette Holzkonstruktion der Bodenplatten sei stark geschädigt. Alle Schwellen des Fundaments seien feucht und größtenteils morsch, deshalb drohe Einsturzgefahr. Das Gebäude war erst 2009 in Betrieb genommen worden. An einer Gebäudeseite, wo Untersuchungen des Schadens laufen, sind Baugerüste zu sehen.

Schutzdächer gegen Wasserschäden

Eine eventuelle Möglichkeit, künftigen Wassereintritten vorzubeugen, könnten Schutzdächer über Container-Anlagen sein. Hierzu hatte die FDP-Fraktion im März einen Antrag im Betriebsausschuss der Gebäudewirtschaft eingereicht – auch vor dem Hintergrund, dass es an der Offenen Ganztagsschule am Venloer Wall in der Innenstadt ebenfalls Probleme mit Wassereintritt gegeben hatte.

Neben einem Schutz vor Wasser schirme das Dach das Objekt auch ein wenig gegen Hitze ab. Die Verwaltung hatte seinerzeit die Idee begrüßt. „Ergänzende Schutzdächer sind generell geeignet, die Substanz von Containeranlagen dauerhaft besser vor Witterungseinflüssen zu schützen“, hieß es in der Stellungnahme. Darüber sei aber im Einzelfall zu entscheiden. Unter anderem gelte es Standortaspekte, Brandschutz-Belange und die Abmessungen des Gebäudes zu berücksichtigen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta