Sperrung für Lxusbauten: Linksextreme wollen Rigaer Straße zum "Kampfplatz" machen

Wegen Bauarbeiten ist die Rigaer Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt

Seit Dienstag ist die Rigaer Straße 18 Monate lang für den Durchgangsverkehr gesperrt. Der Grund: 133 Luxuswohnungen und acht Gewerbeeinheiten werden neu gebaut. Die Reaktion der linksextremen Szene ließ nicht lange auf sich warten. "Geschützt werden sollen die Interessen der Kapitalist_innen, die hier den Kiezbewohner_innen den Krieg erklärt haben", heißt es einem am Dienstag veröffentlichten Schreiben auf einer einschlägig bekannten extremistischen Seite. Die Straßensperrung sei eine "Kriegserklärung", die Baustelle an der Rigaer Straße solle zum "Kampfplatz" gemacht werden, schreiben die Verfasser weiter.

Unterstützung bekommt der Investor, die CG Group, für das mehr als 34 Millionen Euro teure Vorhaben vom zuständigen Baustadtrat Andy Hehmke (SPD). "Die angeordnete Vollsperrung halte ich für richtig und notwendig, insbesondere um die Verkehrssicherheit von Fußgängerinnen und Fußgängern zu gewährleisten", so der Stadtrat. Diese Entscheidung werde er auch nicht mehr rückgängig machen.

Gegner des Neubauvorhabens sehen hinter der Anordnung jedoch ein politisches Anliegen. Der Investor solle so vor Protesten geschützt werden und sein Investitionsvorhaben in Ruhe vollenden können, vermuten sie. Auch die Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) hätte sich von ihrem Stadtrat eine andere Entscheidung gewünscht. "Eine Durchwegung der Rigaer Straße für Fußgänger und Radfahrer hätte möglich sein sollen", meinte Herrmann.

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