Spektakuläre Rettungsaktion: 150 Wintersportler bleiben in Seilbahn stecken

Diesen Winterurlaub werden die Skifahrer im französischen Chamrousse (Isère) nicht so leicht vergessen: An Heiligabend sind in dem Wintersportort in den Alpen rund 150 Menschen in etwa 70 Kabinen einer Seilbahn stecken geblieben.

Die Fahrgäste mussten in Sicherheit gebracht werden - Rettungskräfte wurden mit Hubschraubern auf dem Dach der blockierten Gondel abgesetzt. Sie gleiteten in das Innere der Kabine und seilten die Wintersportler ab.

Verletzte gab es keine, die Wetterbedingungen waren an diesem Tag sehr gut - so der Toursimus-Direktor der Station Franck Lecoutre.

Die Rettungsaktion verlief ohne weitere Komplikationen und hat rund drei Stunden gedauert. Zahlreiche Rettungskräfte und zwei Hubschrauber waren im Einsatz. Zur Panne war es gegen 3 Uhr nachmittags gekommen. "Alle Fahrgäste werden rechtzeitig Heiligabend feiern können", freute sich Lecoutre.

Die Betroffenen kamen mit einem Schrecken davon. Für einige war es ein Abenteuer, für andere ein freundschaftlicher Moment: "Wir haben neue Leute kennengelernt, das war schön", erzählt eine Skifahrerin. "Wir haben Menschen aus aller Welt getroffen und haben mit ihnen geredet. Es hat jetzt nicht so lange gedauert."

Die Pannen-Ursache war zunächst unklar. Die Seilbahn sollte am ersten Weihnachtsfeiertag in dem Gebiet in der Nähe von der Stadt Grenoble aber wieder fahren. Sie wird im Winter von zahlreichen Besuchern benutzt und überwindet einen Höhenunterschied von rund 600 Metern und erreicht eine Höhe von mehr als 2200 Metern.