Speerwurf: Titelverteidigerin Molitor mit Saisonbestleistung ins Finale - Hussong ausgeschieden

SID
Speerwurf: Titelverteidigerin Molitor mit Saisonbestleistung ins Finale - Hussong ausgeschieden

Titelverteidigerin Katharina Molitor (Leverkusen) hat ihre Saisonbestleistung bei der Leichtathletik-WM in London um mehr als drei Meter gesteigert und ist souverän ins Finale der Speerwerferinnen am Dienstag (20.20 Uhr MESZ/ZDF und Eurosport) eingezogen. Die bis dato formschwache 33-Jährige warf im zweiten Versuch 65,37 m und übertraf damit die geforderte Qualifikationsweite (63,50) deutlich. Christin Hussong (Zweibrücken) schied dagegen mit 57,53 m aus.
"Wir haben die Trainingspläne etwas geändert, ich habe gehofft, dass ich so weit werfen kann, aber das fühlt sich einfach nur wunderbar an", sagte Molitor, die im Finale unter anderem auf Weltrekordlerin Barbora Spotakova (64,32/Tschechien) und Rio-Olympiasiegerin Sara Kolak (63,24/Kroatien) trifft. Die größte Weite des Tages erzielte die Chinesin Lyu Huihui mit 67,59 m.
Weiter als am Sonntag hatte Molitor zuletzt vor zwei Jahren bei ihrem WM-Coup in Peking geworfen. Bis zu den Titelkämpfen in London hatte Molitor in der laufenden Saison 62,26 m zu Buche stehen. Bei der WM 2015 war sie mit ihrer nach wie vor aktuellen persönlichen Bestleistung von 67,69 m Weltmeisterin geworden, für die Olympischen Spiele in Rio war Molitor nicht nominiert worden und konnte ihren Start auch nicht einklagen.
Ex-Weltmeisterin Christina Obergföll und die frühere Europameisterin Linda Stahl, Bronzemedaillengewinnerin von London 2012, hatten nach den Sommerspielen in Rio ihre erfolgreichen Karrieren beendet.