SPD-Wahlkampagne: Mit Adventskalender-Taktik und Klinkenputzen zur Kanzlerschaft

24 Millionen Euro wird die Partei in diesem Wahlkampf ausgeben.

Die Münder sind weit aufgerissen, es ist die eine oder andere Zahnlücke erkennbar. Ein Mädchen und ein Junge beugen sich weit nach vorn und sehen aus, als würden sie gerade kräftig Rabatz machen. Auf einem roten Quadrat steht in weißer Schrift: „Unsere Familienpolitik ist genauso: laut und fordernd.“ Natürlich darf auf dem riesigen Plakat auch der Hinweis auf den Slogan „Zeit für mehr Gerechtigkeit“ und die SPD nicht fehlen.

Das ist eines der Motive, mit denen in den kommenden Wochen die Kampagne des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz ins Laufen kommen soll. 24 Millionen Euro wird die Partei in diesem Wahlkampf ausgeben, verrät SPD-Generalsekretär Hubertus Heil, der die Plakate gemeinsam mit Bundesgeschäftsführerin Juliane Seifert im Willy-Brandt-Haus in Berlin vorstellt. Er wisse, dass man in Umfragen bislang noch nicht die erhoffte Wechselstimmung feststellen könne, gibt Heil unumwunden zu. Und er ergänzt: „Es wäre ja auch komisch, wir sind ja bisher noch Teil der Regierung.“

Die Adventskalender-Taktik

Weihnachten ist fern. Dennoch lässt sich die Art und Weise, wie die SPD bislang in diesem Wahljahr um Aufmerksamkeit kämpft, am ehesten mit dem Prinzip eines Adventskalenders vergleichen. Dabei geht es darum, dass immer wieder etwas Neues präsentiert werden kann. Das begann mit dem Überraschungscoup im Januar, Martin Schulz als Kanzlerkandidaten zu nominieren. Dann folgten Präsentationen von immer...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung