SPD-Vorstand nominiert einstimmig Esken und Klingbeil für Parteivorsitz

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SPD-Fähnchen (AFP/Tobias SCHWARZ)

Der SPD-Vorstand hat am Montag Saskia Esken und Lars Klingbeil als künftige Parteivorsitzende nominiert. Die Entscheidung des Gremiums erfolgte am Vormittag nach Angaben aus Parteikreisen einstimmig. Der Vorstand folgte damit einem zuvor ebenfalls einstimmig beschlossenen Vorschlag des Parteipräsidiums.

Die neue SPD-Spitze soll auf einem Bundesparteitag vom 10. bis 12. Dezember in Berlin gewählt werden. Der bisherige Ko-Parteichef Norbert Walter-Borjans hat auf eine neue Kandidatur verzichtet. Auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hatte deutlich gemacht, dass er den Parteivorsitz nicht anstrebe. Esken ist bereits seit 2019 Parteichefin, Klingbeil derzeit SPD-Generalsekretär.

Der 43-Jährige begründete seine Kandidatur damit, dass er an den Wahlerfolg bei der Bundestagswahl nun anknüpfen wolle: "Ich will, dass das weitergeht. Ein Wahlsieg reicht mir nicht", sagte Klingbeil in einem auf Youtube ausgestrahlten Video. Sein Ziel sei, die SPD auch für die Zukunft "als moderne Volkspartei zu positionieren".

Ausdrücklich betonte Klingbeil den Zusammenhalt in der SPD, so wie die Partei das "in den letzten zwei Jahren sehr, sehr gut hingekriegt" habe. "Wir spielen alle zusammen und wir schießen aufs gleiche Tor", hob der bisherige Generalsekretär hervor. Als weitere Herausforderung nannte er "die programmatische Erneuerung" der SPD in einer Zeit des Umbruchs. "Ich will, dass wir eine Chance darin sehen", warb er für einen neuen Aufbruch.

bk/pw

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