Wie die SPD-Spitze mit Nahles' Konkurrentin Lange umgeht, ist unklug

Susanne Klaiber
SPD-Bundestagsfraktionschefin Andrea Nahles

Am morgigen Sonntag steht bei der SPD ein historisches Ereignis an. Nach diversen geschichtsträchtigen Pleiten soll es diesmal ein zukunftsweisender Tag werden. 

Die SPD wählt auf dem Parteitag in Wiesbaden einen neuen Parteichef. Genauer: eine neue Parteichefin.

Es treten an: Andrea Nahles, Chefin der Bundestagsfraktion, und Simone Lange, Oberbürgermeisterin von Flensburg. Es wird also bald eine Frau an der SPD-Spitze stehen. Das ist eine historische Premiere.

Doch, dass sich die beiden Frauen noch nicht getroffen haben, sagt viel aus über die Führung der SPD.

Es gäbe viele gute Gründe für ein Gespräch

Die neue Parteichefin muss die Sozialdemokraten aus dem größten Wahl- und Umfrage-Schlamassel seit dem Zweiten Weltkrieg führen.

Sie sollte also historisch gute Ideen mitbringen. Und ein historisch gutes Händchen dafür, die zuletzt schwer gespaltene Partei wieder zusammenzubringen und die Ideen, die in ihr noch schlummern, auszugraben.

Niemand, der ernst zu nehmen ist, zweifelt daran, dass Nahles das Rennen machen wird, die gut vernetzte Bundespolitikerin – und nicht die bis zur Kandidatur in Deutschland völlig unbekannte Bürgermeisterin und ehemaligen Kriminalpolizistin, Simone Lange.

Nahles' Konkurrentin: Simone Lange.

Beobachter gingen und gehen dennoch davon aus, dass die chancenlose Lange Nahles nützen wird.

► Weil ihre Kandidatur Kritiker besänftigen könnte, von denen Nahles auch einige hat – schließlich besteht jetzt zumindest theoretisch eine Wahlmöglichkeit.

► Weil Nahles es auf Lange schieben kann, wenn sie nicht allzu hohe Prozentzahlen einfährt. 

Es gibt also...

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