SPD setzt auf Scholz im Endspurt für die Landtagswahl in NRW

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Trotz Kritik an einer zu zögerlichen Haltung des Kanzlers im Ukraine-Krieg setzt die nordrhein-westfälische SPD auf ihn im Schlussspurt ihres Landtagswahlkampfes. "Nein, es ist kein Risiko, Wahlkampf mit Olaf Scholz zu machen", sagte der SPD-Spitzenkandidat für die Wahl am 15. Mai, Thomas Kutschaty, am Montag in Düsseldorf. "Der macht das genau richtig", sagte Kutschaty über den Kanzler. Er setze sich nicht abends in Talkshows, sondern stimme sich stattdessen mit den europäischen Partnern ab.

Auch SPD-Chef Lars Klingbeil betonte, die Bürger wollten keinen Kanzler, der "per Twitter Politik verkündet". Scholz werde auch bei der Abschlusskundgebung der SPD am 13. Mai in Köln auftreten. Die SPD und die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) liefern sich seit Wochen ein Kopf-an-Kopf-Rennen in den Umfragen.

Kutschaty wie auch Klingbeil sagten, sie rechneten nicht damit, dass das große Thema Ukraine-Krieg alle anderen bei den Wählerentscheidungen überlagert. Er sehe auch nicht, dass die Landtagswahl eine Abstimmung über die Ukraine-Politik der Ampelkoalition im Bund werde, sagte Klingbeil.

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