SPD zu Programmparteitag in Dortmund zusammengekommen

Die SPD ist am Sonntag in Dortmund zu ihrem Programmparteitag zusammengekommen

Die SPD ist am Sonntag in Dortmund zu ihrem Programmparteitag zusammengekommen. "Wir geben heute den Startschuss für die Aufholjagd. Wir wollen stärkste Kraft werden und wir wollen, dass Martin Schulz der nächste sozialdemokratische Kanzler wird", sagte SPD-Parteivize Manuela Schwesig. Die SPD wolle die Menschen überzeugen, dass sie die richtigen Antworten für ein gerechtes und modernes Deutschland sowie ein friedliches Europa habe.

Wegen des großen Andrangs begann der Parteitag mit knapp einer Stunde Verspätung. Laut Schwesig kamen 2000 Menschen mehr als die 5000 erwarteten Gäste in die Dortmunder Westfalenhalle.

Die rund 600 SPD-Delegierten wollen am Nachmittag das Wahlprogramm der Sozialdemokraten für die Bundestagswahl am 24. September beschließen. Schulz hält eine Rede, auch der frühere SPD-Kanzler Gerhard Schröder wird ein Grußwort an die Delegierten richten.

Schulz gab sich mit Blick auf die bevorstehende Wahlkampagne kämpferisch. "Heute legen wir den Grundstein für den Wahlkampf und unsere Regierungsarbeit", schrieb er am Morgen im Internetdienst Twitter. "Wir werden ein richtig gutes Programm verabschieden", schrieb ebenfalls auf Twitter SPD-Generalsekretär Hubertus Heil.

Der SPD-Programmentwurf legt den Schwerpunkt auf mehr Gerechtigkeit, eine bessere Unterstützung von Familien, höhere staatliche Investitionen insbesondere auch in die Bildung und eine Stärkung der Europäischen Union. Bei der Steuer sollen niedrige und mittlere Einkommen entlastet und der Solidaritätszuschlag abgeschafft werden. Zur umstrittenen Vermögensteuer soll es einen Prüfauftrag geben. Das Rentenniveau will die SPD bis 2030 auf dem jetzigen Stand von 48 Prozent stabilisieren, Beiträge auf 22 Prozent begrenzen.

"Wir halten zusammen, wir sind eine starke Partei, wir sind kampfbereit", hatte Schulz am Vorabend des Parteitages vor SPD-Mitgliedern und -Delegierten in Dortmund gesagt. Er rief dazu auf, sich von den derzeit schlechten Umfragewerten nicht irritieren zu lassen: "Mit der Geschlossenheit gewinnen wir die Wahl", am 24. September werde die SPD das Kanzleramt erobern.