Meine Woche: Berliner SPD: Rückenwind für Giffey

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Berlin.  Zum ersten Mal hat die Berliner SPD eine Doppelspitze, zum ersten Mal steht damit eine Frau an der Spitze der Partei: Franziska Giffey, die Bundesfamilienministerin, und Raed Saleh, der Fraktionschef im Abgeordnetenhaus, sind auf einem digitalen Parteitag zu den neuen SPD-Vorsitzenden gewählt worden . Giffey mit sehr guten 89,4 Prozent der Stimmen, Saleh mit erwarteten 68,7 Prozent. Den beiden war die Erleichterung am Sonnabendmorgen, als das Ergebnis bekannt gegeben wurde, anzusehen.

Man wolle anpacken, man wolle die Bildung, die Wirtschaft stärken, aber auch die innere Sicherheit, hatte Giffey in ihrer Rede angekündigt. Eine Rede, die einmal mehr durch ihre Authentizität, durch das klare Benennen der Probleme in Berlin und eine ordentliche Portion Emotionalität gekennzeichnet war, so wie man es von der 42-Jährigen kennt. Auch das Problem ihrer Doktorarbeit streifte sie mit der ihr eigenen Art: „Ihr könnt euch auf mich verlassen, egal, was passiert und was die Leute sagen“, so Giffey zu den Delegierten.

Schwierig wird es für Franziska Giffey allemal

Am Sonnabend, nach der erfolgreichen Wahl zur Landeschefin neben Saleh, erklärte Giffey dann endlich auch offiziell ihre Bereitschaft, die Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahl im Herbst kommenden Jahres übernehmen zu wollen. „Wenn ihr es wollt“, sagte Giffey zu den Delegierten, die bei diesem Parteitag zu Hause vor ihren Laptops, Tablets und Smartphones saßen.

Die knapp 90 Prozent bedeuten für Giffey viel Rückwind, denn s...

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