SPD-Fraktionschef : Raed Saleh stellt Leitkultur-Buch in Pegida-Hochburg vor

Raed Saleh in dem Spandauer Kiez, in dem er aufgewachsen ist

Von Pegida ist nichts zu sehen an diesem Montag an der Dresdener Frauenkirche. Die Rechtspopulisten sind in der Sommerpause, als der Berliner Jung-Autor Raed Saleh am Nachmittag in der sächsischen Landeshauptstadt sein Buch zur neuen deutschen Leitkultur offiziell präsentiert.

Der etwas vollmundig vorgetragene Anspruch, im Pegida-Land Territorium für Demokratie und Toleranz zu besetzen, fällt mangels Gegnerschaft aus. Pöbelnde Wutbürger und Islamhasser sind jedenfalls nirgendwo zu sehen, während Saleh vor dem wiederaufgebauten Wahrzeichen der Stadt in die Mikrofone spricht.

Auch die avisierte Unterstützerschaar für den SPD-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus fällt weniger prominent aus. So kam der angekündigte Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages Eric Schweitzer nicht. Der Historiker Peter Brandt, Sohn von Willy Brandt und selbst Sozialdemokrat, sitzt an Salehs Seite und der sächsische SPD-Fraktionschef Dirk Panter.

"Alle sollen sich einbringen, haben aber die Gesetze zu achten"

Saleh fasst die Motivation für sein Buch zusammen. "Die neue Leitkultur erkennt an, dass sich die Gesellschaft in den letzten 30 Jahren entwickelt hat", sagt der in Sebastia im Westjordanland geborene Politiker. "Alle sollen sich einbringen, haben aber die Gesetze zu achten", fasst er sein Credo zusammen. Die Marschierer von Pegida seien "nicht die Patrioten", so der 40-Jährige: "Sie glauben an eine Deutschland von gestern, nicht an ein Deutschland von morgen."

Die "ewige Spalte...

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