Sparer aufgepasst: Mit Alltagsprodukten zu einem starken zusätzlichen Dividendeneinkommen!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Sparer haben es auch weiterhin schwer. In Zeiten, in denen die Zinsen noch immer niedrig sind, ist Rendite lediglich mit einem gewissen Risiko möglich. Zumindest müssen Sparer dabei zu Investoren werden und die kurzweilige Volatilität für ein gewisses Renditepotenzial in Kauf nehmen.

Dabei existieren auch defensivere Wege, um eine teilweise recht starke Rendite in Form von Dividenden zu erhalten. Und das Beste daran: Viele bekannte Unternehmen, die unseren Alltag prägen, schütten regelmäßige und zugleich zuverlässige Dividenden an die Investoren aus. Lass uns dazu mal eine kleine Reise durch einen gewöhnlichen Konsumalltag und die dazu passenden Dividendenaktien bestreiten:

Es fängt an beim Lebensmitteleinkauf

Grundsätzlich kann man dabei bereits bei den Lebensmitteln ansetzen. Viele Aktien aus diesem Bereich zählen zu den zuverlässigeren und zugleich moderat wachsenden Auszahlern. Man denke dabei beispielsweise an Kandidaten wie Nestlé (WKN: A0Q4DC) oder auch Unilever (WKN: A0JNE2), die den Konsumalltag vieler Verbraucher im Supermarkt prägen.

Mit Marken wie Thomy, Nesquik, Nescafé und vielen weiteren, sogar Tausenden sind die Schweizer beispielsweise aus keinem Supermarkt mehr wegzudenken. Unilever hingegen kann ebenfalls mit Marken wie Knorr, Lipton oder auch Ben & Jerry’s über viele starke und bekannte Marken verfügen. Und das Beste: Mit jedem alltäglichen Kauf profitiert man als Investor in gewisser Weise mit.

Sowohl Nestlé als auch Unilever zahlen dabei seit über 20 Jahren inzwischen stets konstante und sogar moderat wachsende Dividenden aus. Dabei kommen diese beiden Vertreter auf Dividendenrenditen zwischen 2 und 3 %, grundsätzlich ein möglicher Anfang, wobei auch diese Namen natürlich bloß zwei Konzerne in einem noch breiteren Kosmos sind.

Es setzt sich fort an der Tankstelle …

Auch das Tanken gehört hin und wieder zum Alltag dazu und auch hier können smarte Sparer langfristig vor allem starke Dividenden tanken. Die beiden bekannten Marken Shell und Esso gehören so beispielsweise zu den Konzernen Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) beziehungsweise ExxonMobil (WKN: 852549), zwei starke Namen in diesem Bereich.

Das Tankstellengeschäft ist dabei zwar lediglich ein Standbein dieser beiden Konzerne, unterm Strich sind sowohl Royal Dutch Shell und ExxonMobil nämlich auch noch in der Förderung und teilweise im sogenannten Mid-Stream-Bereich aktiv und haben Standbeine in anderen Segmenten. Royal Dutch Shell gehört so beispielsweise ebenfalls zu den Erdgasgrößen unseres Planeten. Grundsätzlich ist der Tankstellenbereich jedoch ein Segment, der in gewisser Weise Alltäglichkeit versprüht.

Dabei sind sowohl Royal Dutch Shell als auch ExxonMobil historisch sehr zuverlässige Zahler. Während der britisch-niederländische Öl- und Erdgaskonzern bereits seit dem Jahre 1945 stets eine konstante Dividende bezahlt, steigt die Ausschüttung bei ExxonMobil seit 37 Jahren in Folge. Prinzipiell daher zwei sehr zuverlässige Zahler, die es gegenwärtig auf Dividendenrenditen von über 5 % bringen.

Etwas Hygiene gefällig?

Mit dem Einkauf im Supermarkt ist es das jedoch nicht gewesen. Auch der Bereich der Hygiene dominiert schließlich irgendwie unseren Alltag, ob es dabei die Körperhygiene oder aber die Raumpflege ist, sei an dieser Stelle mal dahingestellt. Allerdings existieren auch hier viele starke Dividendenaktien, die für langfristige Renditen sorgen können.

Procter & Gamble (WKN: 852062) und Henkel (WKN: 604840) sind beispielsweise zwei Vertreter, die dabei besonders interessant sein könnten. Der deutschsprachige Hersteller kann mit Marken wie Pril, Persil, Perwoll, Sidolin oder Somat aufwarten, die ebenfalls aus dem Hygienealltag vieler Verbraucher nicht wegzudenken sind. Procter & Gamble ist hingegen bekannt für Pampers, Head & Shoulders, Gilette, Oral-B oder auch weitere. Beide verfügen somit über ein starkes Alltagsproduktportfolio sowie nette Dividenden.

Apropos Ausschüttungen, auch hier gibt es eine ganze Menge, das es für künftige Dividendenjäger zu beachten gilt. Procter & Gamble zahlt so beispielsweise seit 63 Jahren eine stets jährlich wachsende Auszahlung aus, Henkel hingegen erhöht inzwischen seit neun Jahren stets die eigene Dividende. Auch hier winken daher grundsätzlich interessante Dividenden in einer Spanne von 2 bis 3 %, wobei es natürlich auch noch andere Hygieneartikelproduzenten als diese beiden gibt.

Halte es einfach und fahr Renditen ein!

Wenn du dich daher noch zum Kreis der Sparer zählst, allerdings die noch immer niedrigen Zinsen meiden möchtest, können Dividendenaktien eine interessante, jedoch längerfristige Alternative sein. Es dabei einfach zu halten und auf Aktien zu setzen, deren Unternehmen Alltagsprodukte bedienen, kann dabei bereits einen bedeutenden Unterschied machen. Wozu die Sache daher kompliziert werden lassen, wenn eigentlich hinter vielen Produkten im Supermarkt starke (Dividenden-)Renditen lauern?

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Vincent besitzt Aktien von Henkel und Royal Dutch Shell. The Motley Fool empfiehlt Nestlé.

Motley Fool Deutschland 2020