Spanischer König Felipe VI.: "Langes Gespräch" mit Vater Juan Carlos

Juan Carlos I. und König Felipe VI. bei einem Gespräch 2019. (Bild: imago images/Agencia EFE)
Juan Carlos I. und König Felipe VI. bei einem Gespräch 2019. (Bild: imago images/Agencia EFE)

Der spanische Altkönig Juan Carlos I. (84) lebt seit 2020 im Exil in Abu Dhabi. Zum ersten Mal seit zwei Jahren war er nun wieder nach Madrid zurückgekehrt. Der Palast erklärte in einem Statement, aus dem das "People"-Magazin zitiert, dass König Felipe VI. (54) und sein Vater sich zu einem "langen Gespräch" getroffen hätten. Demnach hätten die beiden sich "über Familienangelegenheiten sowie verschiedene Ereignisse und deren Auswirkungen auf die spanische Gesellschaft" unterhalten.

Wie das "People"-Magazin weiter berichtet, soll Juan Carlos I. am Montag zudem mit mehreren Familienmitgliedern zu Mittag gegessen haben, unter anderem mit seiner Ehefrau Sophia (83). Am Nachmittag ist er dann wieder nach Abu Dhabi gereist. Im Zarzuela-Palast in Madrid verbrachte er laut "People" nur zwölf Stunden. Medienberichten zufolge kam Juan Carlos bereits am Donnerstagabend in Spanien an.

Warum lebt Juan Carlos I. im Exil?

Im Juni 2020 hatte der Oberste Gerichtshof Spaniens Korruptionsermittlungen gegen Juan Carlos I. eingeleitet. Im August teilte der Palast infolgedessen mit, dass der 84-Jährige nicht länger in Spanien lebe. Anfang März 2022 hatte Juan Carlos bestätigt, dass er in den Vereinigten Arabischen Emiraten bleibe. Er habe beschlossen, "dauerhaft" in Abu Dhabi zu wohnen, werde aber "häufig" nach Spanien reisen, wie "El Pais" unter Berufung auf einen Brief von Juan Carlos an seinen Sohn Felipe VI. berichtete. Dem Brief vorausgegangen war die Mitteilung, dass die Staatsanwaltschaft des spanischen Obersten Gerichtshofs das Ermittlungsverfahren gegen den früheren König fallen lässt.

Juan Carlos I. war vom 22. November 1975 bis zum 18. Juni 2014 König von Spanien. Seit Juni 2014 sind Juan Carlos' Sohn Felipe VI. und dessen Frau Letizia (49) das neue Königspaar.

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